Rehva-Empfehlung zur Neufassung der Ökodesign-Verordnung für Wärmeerzeuger

Bei der anstehenden Überarbeitung der Ökodesign-Verordnung für Wärmeerzeuger sollen die Vorgaben zur Energieeffizienz der Geräte und die darauf basierenden Effizienzklassen neu festgelegt werden. (Abb. © UBA)

Jeden Dienstag informiert cci Branchenticker über Normen, Richtlinien, Gesetze und Verordnungen aus der LüKK und der TGA. Heute geht es um eine vom europäischen LüKK-Verband Rehva erstellte Empfehlung zur Überarbeitung und Neufassung der Ökodesign-Verordnung zur Mindesteffizienz und Kennzeichnung von Wärmeerzeugern.

Der LüKK-Verband Federation of European Heating, Ventilation and Air Conditioning Associations (Rehva), Brüssel, hat eine Empfehlung zur von der EU-Kommission gestarteten Überprüfung und Neufassung der Ökodesign-Verordnung 813/2013 für Wärmeerzeuger veröffentlicht. Diese gilt für neue Heizkessel und Kombikessel, die auch Warmwasser erzeugen, sowie für Wärmepumpen. Zentrale Inhalte der Verordnung sind Anforderungen an die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs,h der Geräte und die darauf basierende Energiekennzeichnung in die Klassen A++ bis D.

Zur Überarbeitung der Verordnung betont Rehva im „Draft proposal for Ecodesign and Labelling requirements for space heaters, combination heaters (Review of Lots 1 & 2)“ die Bedeutung eines technologieneutralen Ansatzes für die betroffenen Geräte. Dieser solle „die Flexibilität für Planer und Installateure erhalten und den Ausschluss von Produkten vermeiden, die zu effizienten, erschwinglichen und optimierten Systemlösungen beitragen können.“ Zur künftigen Energiekennzeichnung der Geräte in Abhängigkeit von der Energieeffizienz begrüßt Rehva die Absicht der Kommission, die Energieeffizienzklassen für die Geräte von A bis G neu zu skalieren (Entfall von A++ und A+). Gleichzeitig kritisiert der Verband, dass der Entwurf der Verordnung bei den Vorgaben zur Mindesteffizienz der Geräte nur minimale Verschärfungen vorsehe. Dazu enthält die Rehva-Empfehlung Vorschläge zu Mindesteffizienzwerten für die Produktgruppen Heizkessel, Warmwasserbereiter und Wärmepumpen. Darauf basierend empfiehlt Rehva eine in der Abbildung dargestellte Neustrukturierung zur künftigen Energieeffizienzkennzeichnung der Geräte in Abhängigkeit von der Energieeffizienz ηs,h.

Rehva-Vorschlag zu künftigen Energieeffizienzklassen A bis G (gelb) im Vergleich zur EU-Ökodesignverordnung 813/2013 und zum Vorschlag der EU-Kommission (grau). Die Angaben beziehen sich auf die Energieeffizienz ηs,h der Geräte. (Abb. © Rehva)

Die Konsultation zu den Entwürfen zur Neufassung der Ökodesign-Verordnung wurde am 23. Januar veröffentlicht. Die EU-Kommission wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 weiter über die Verordnung beraten. Das Original der Rehva-Empfehlung (8 Seiten) findet sich unter „Anhänge“.

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