Effizienz-Forum 2026 in Berlin: Impulse für nachhaltige Gebäudetechnik

Engie-Geschäftsführer Jochen Hornung (links) und Condair-Geschäftsführer Philipp von Heimendahl begrüßten die Teilnehmer des Effizienz-Forums 2026 im EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg. (Abb. © cci Dialog)

Am 23. April sind mehr als 165 geladene Gäste der Einladung von Condair und Engie zum Effizienz-Forums 2026 auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg gefolgt. Die Location gilt als „Zukunftsstandort“, der die Klimaziele von 2045 bereits heute erfüllt – ein passender Rahmen für das Fachsymposium. cci Branchenticker war vor Ort.

Das diesjährige „Fachsymposium für energieeffiziente Gebäudetechnik und Kälte- und Wärmeerzeugung“ (kurz: Effizienz-Forum) fand am 23. April im EUREF-Campus Berlin-Schöneberg statt. Zur Begrüßung stimmten die Gastgeber Jochen Hornung, Geschäftsführer der Engie Refrigeration GmbH, Lindau, und Philipp von Heimendahl, Geschäftsführer der Condair GmbH, Garching, die 165 Teilnehmer auf das Fachsymposium an historischer Stätte ein. Der EUREF-Campus diente früher als Gasometer und wurde im Laufe der Jahre zu einem hochmodernen und klimaneutralen Ort umgewandelt. Der Veranstaltungsort hat in diesem Jahr also „mehr als nur Kulisse geboten: Er hat bewiesen, dass Energieeffizienz und Nachhaltigkeit keine Zukunftsmusik sind, sondern gelebte Realität“, sagte Hornung.

Die folgenden vier Vorträge spiegelten die Arbeitsbereiche beider gastgebenden Unternehmen wider: Kältetechnik sowie Be- und Entfeuchtung im Rahmen der normativen Vorgaben. Praxisanwendungen für Adsorptionstrocknung, die intelligente Nutzung von AR-Brillen in der Entwicklung von Anlagen sowie neue Kältemaschinen mit Ammoniak als Kältemittel standen dabei im Zentrum.

So zeigte Arthur Jäger, Global Produktmanager bei Condair, an mehreren Praxisbeispielen – einem Lager für Pharmazeutika, eine Eissporthalle und einem Museum – intelligente Ansätze zur Adsorptionstrocknung auf. Angesichts hoher Energieerzeugungskosten sei besonders bei der Trocknung maximale Energieeffizienz gefragt. Wie Jäger darlegte, liegen die Einsparpotenziale vor allem bei den Energieträgern.

Eigentlich hätte die EPBD bis zum Mai in nationales Recht umgesetzt sein müssen, leitete Clemens Schickel, Geschäftsführer Technik beim Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), Bonn, seinen Beitrag ein. Schickel zeigte auf, wie sich neue regulatorische Vorgaben aus EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie EPBD (European Building Performance Directive, EU 2024/1275) und Gebäudeenergiegesetz (GEG) beziehungsweise Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) konkret auf die Gebäudeplanung und den Betrieb auswirken.

Die enormen Möglichkeiten von Augmented Reality (AR, erweiterte Realität) in der Entwicklung und Konstruktion von Anlagen konnten die Besucher per AR-Brille im Empfangsbereich erleben und Jörn Stiegelmeier, Bereichsleiter Technologie & Entwicklung bei Engie, dabei zuhören, wie der Kälte- und Wärmespezialist zielgerichtet AR-Technik einsetzt.

Ab diesem Sommer soll laut Daniel Keller, Bereichsleiter Vertrieb und Geschäftsentwicklung bei Engie, die modular aufgebaute neue Amonum-Air“-Kältemaschinenserie mit dem Kältemittel Ammoniak erhältlich sein. Keller betonte: Unsere Anforderung an diese Maschinenserie war und ist, dass sie den Dreiklang von Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Effizienz bietet.“

Vor dem abschließenden Dinner bot sich die Möglichkeit, eine begleitete Sightseeing-Tour in der Skylounge des Gasometers zu erleben. Das Effizienz-Forum von Engie und Condair, das seit 2017 stattfindet, hat sich als Plattform für den fachlichen Austausch in der Branche etabliert. Und so kommentierte von Heimendahl abschließend: „Fachlicher Austausch auf diesem Niveau ist selten. Was das Effizienz-Forum auszeichnet, ist die Qualität der Gespräche zwischen Planern, Herstellern sowie Entscheidern, die alle an einem Strang ziehen. Das macht den Unterschied und wirkt weit über den Tag hinaus.“ Daher soll es auch im nächsten Jahr wieder ein Effizienz-Forum geben.

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