
Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es um flüssigkeitsgekühlte Lastbänke (LCLBs). Testsysteme dieser Art kommen vor allem in leistungsintensiven KI-Rechenzentren und HPC-Datacenter (High Performance Computing) zum Einsatz, um dort vor deren Inbetriebnahme unter praxisnahen Bedingungen moderne Flüssigkeitskühlungssysteme zu testen.
Der starke Anstieg von KI-Rechenlasten verändert das Design moderner Rechenzentren grundlegend. Während klassische Cloud- und Colocation-Rechenzentren meist Rack-Leistungsdichten von 6 bis 20 kW haben, benötigen moderne KI-Anwendungen und High Performance Computing Datacenters (HPC) deutlich höhere Leistungen von 30 bis 300 kW pro Rack und mehr.
Damit stoßen herkömmliche luftgekühlte Systeme immer häufiger an ihre Grenzen, sodass leistungsstärkere Flüssigkeitskühlungssysteme für viele Rechenzentren zum Industriestandard geworden sind. Das verändert auch die Anforderungen an deren Inbetriebnahme. Neben elektrischen Lasttests gewinnen Verfahren an Bedeutung, die thermische und hydraulische Prozesse unter realen Bedingungen abbilden und flüssigkeitsgekühlte Umgebungen realitätsnah simulieren können.
Flüssigkeitsgekühlte Lastbänke (Liquid-Cooled Load Banks, LCLBs) sind in der Lage, die Wärmeentwicklung moderner KI- und HPC-Server praxisnah zu simulieren, um Kühlkreisläufe, Cooling Distribution Units (CDUs), Kühlmitteldurchfluss, Druckverhältnisse und die elektrische Infrastruktur auf Leistungsfähigkeit, Stabilität und Ausfallsicherheit zu testen. So lassen sich Risiken wie Überhitzung, Ausfälle oder Verzögerungen bei der Inbetriebnahme reduzieren. Vor diesem Hintergrund bauen Anbieter von LCLBs ihre Kapazitäten derzeit erheblich aus.
Mehr über die Funktion und Vorteile von LCLBs lesen Sie in einem Fachbeitrag unter der Artikelnummer cci325966 in cci Wissensportal.
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