Eine flächendeckende Kühlung von Kitas und Schulen ist nach Einschätzung des BTGA mit vergleichsweise geringen Kosten machbar: 8,25 Euro pro betreutem Kind und Monat können ausreichen, um bestehende Einrichtungen mit einer angemessenen Kühlung auszustatten und diese zu betreiben.
Die Hitzewellen der vergangenen Monate haben erneut gezeigt, wie stark hohe Temperaturen insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen belasten. In der politischen Debatte wird deshalb zunehmend ein besserer Hitzeschutz gefordert – auch für Kinder im Vorschul- und Schulalter. Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), Berlin und Bonn, hat vor diesem Hintergrund und anlässlich der gestrigen (23. September) Öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zu dem Antrag „Hitzekrise ernst nehmen – Hitzeschutz verbindlich, sozial gerecht und finanziell absichern“ (Bundestags-Drucksache 21/6343) eine erste Kostenabschätzung vorgenommen: Danach könnten 8,25 € pro betreutem Kind und Monat ausreichen, um bestehende Kitas und Schulen mit einer angemessenen technischen Kühlung auszustatten und diese zu betreiben.
Kinder mit technischer Kühlung vor gesundheitlich belastender Hitze zu schützen, ist damit deutlich günstiger als vielfach angenommen, sagt der BTGA in einer Pressemitteilung. Bestehende Kindertagesstätten und Schulen könnten mit geeigneten technischen Lösungen zur Raumkühlung ausgestattet werden, ohne dass dafür hohe zusätzliche Kosten pro Kind entstehen. Je nach Gebäude und baulichen Voraussetzungen kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage – von der Luft/Luft-Wärmepumpe über Kühldecken bis hin zu Klimasystemen mit Außenluftzufuhr, so der BTGA. Welche Lösung jeweils sinnvoll ist, müsse im Einzelfall geprüft werden. Entscheidend ist aus Sicht des BTGA, den Hitzeschutz als festen Bestandteil der Planung, Sanierung und Bewirtschaftung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu berücksichtigen.
„Nur 8,25 Euro pro Kind und Monat können einen erheblichen Unterschied machen“, sagt Frank Ernst, Hauptgeschäftsführer des BTGA. „Damit lassen sich die gesundheitlichen Belastungen durch Hitze reduzieren, Konzentration und Leistungsfähigkeit verbessern und zugleich die Aufenthaltsqualität für Kinder und Beschäftigte erhöhen.“
Der BTGA plädiert deshalb dafür, den Hitzeschutz von Kitas und Schulen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Wenn ein besserer Schutz von Kindern vor den Folgen zunehmender Hitze erreicht werden soll, müssen dabei auch die vergleichsweise überschaubaren Kosten technischer Lösungen berücksichtigt werden. Nur mit diesen Systemen ist eine zuverlässige Raumkühlung möglich. Eine flächendeckende Verbesserung des Raumklimas in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist nach Einschätzung des Verbands nicht nur technisch machbar, sondern auch finanziell darstellbar.
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