
Im Fachforum „Kältetechnik“ hat Jörn Stiegelmeier (BTGA/Engie) heute auf der Chillventa den praktischen Einsatz von AR-Brillen im Kältemaschinenbau gezeigt. Von der Entwicklung über die Fertigung und Qualitätsprüfung bis zur Kundenpräsentation ermöglicht die Technologie, Kältemaschinen virtuell, maßstabsgetreu und direkt in ihrer realen Umgebung zu betrachten.
Wie können Kältemaschinen entwickelt, gefertigt, geprüft und Kunden anschaulich präsentiert werden, bevor sie tatsächlich gebaut oder geliefert sind? Antworten auf diese Frage lieferte Jörn Stiegelmeier, Vorsitzender des Fachbereichs Kältetechnik im Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) und Bereichsleiter Technologie & Entwicklung (CTO) bei Engie Refrigeration, in seinem Vortrag „Ready for the future“ heute im Fachforum „Kältetechnik“ auf der Chillventa.
Im Mittelpunkt seiner Präsentation stand der Einsatz von Augmented Reality (AR, auf Deutsch: erweiterte Realität). Während Virtual-Reality-Brillen (VR = virtuelle Realität) eine vollständig computergenerierte 3D-Umgebung erzeugen, legen AR-Brillen laut Stiegelmeier digitale Informationen und Objekte über das Blickfeld der realen Welt, ohne diese vollständig zu ersetzen. Engie Refrigeration beschäftigt sich seit 2017 mit dieser erweiterten Realität.
Gemeinsam mit dem Deep-Tech-Unternehmen Holo-Light GmbH, Innsbruck und Ismaning, entwickelte Engie die Anwendung „Holo-Light Space“. Damit lassen sich Modelle virtuell in Originalgröße aufrufen, Bauteile einzeln betrachten und Maschinen in Schnitt- oder Explosionsansichten darstellen. „In einem frühen Entwicklungsstadium können mittels AR virtuelle Prototypen der Kältemaschinen erstellt und weiter verbessert werden“, so Stiegelmeier. Weitere Einsatzfelder liegen in der Produktion, im Service und in der Qualitätsprüfung.
Bei Kunden lassen sich Maschinen direkt vor Ort platzieren und in ihrer Umgebung prüfen. Im BIM-Format oder in der realen Situation können dadurch Platzverhältnisse und mögliche Kollisionen sichtbar werden. Modelle lassen sich live verschieben, sodass beispielsweise der Einbau einer Kältemaschine auch bei schwierigen räumlichen Bedingungen vorab geprüft werden kann.
Zudem ist der Einsatz der AR-Technik bei Engie inzwischen auch fester Bestandteil von Messeauftritten, bei denen reale Ausstellungsstücke ersetzt werden können.
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