Neue VDMA-Studie zum Energiebedarf der Kältetechnik

Noch in diesem Jahr soll die Neufassung der Studie „Energiebedarf der Kältetechnik“ erscheinen. (Abb. © VDMA)

Sechs Jahre sind vergangen, seit der VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik (ALT) seine bislang letzte Studie zum Energiebedarf der Kältetechnik in Deutschland veröffentlicht hat. Auf der Chillventa konnte cci Branchenticker einen ersten Blick in die noch für dieses Jahr zu erwartende Neufassung werfen.

Wie hat sich der Energiebedarf für Kältetechnik in Deutschland entwickelt? Im Auftrag des Forschungsrats Kältetechnik finalisiert der VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik (ALT) gerade gemeinsam mit dem Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) Dresden die Studie „Energiebedarf der Kältetechnik“. Diese beziffert den Energiebedarf von Kälte- und Wärmepumpentechnik sowie die Anzahl von Kältesystemen und Wärmepumpen in Deutschland für insgesamt elf Einsatzgebiete von Klima-, Gewerbe- und Industriekälte bis zu Haushalts- und Transportkälte. Basisjahr ist das Jahr 2024.

Dazu nannte Wolfgang Bock, Vorstandsvorsitzender des Forschungsrats Kältetechnik im Gespräch mit cci Branchenticker als eines der ersten Studienergebnisse: „Die Anzahl der Kälte- und Wärmepumpensysteme steigt enorm.“ In vorläufigen Zahlen ausgedrückt bedeutet das eine Zunahme von 146 Millionen Stück im Basisjahr 2017 auf 166 Millionen Stück im Jahr 2024 (+13,7 %). Wobei sich der Anteil von Wärmepumpen in diesem Zeitraum von 6 auf 12 Millionen Stück verdoppelt hat.

„Der Gesamtendenergiebedarf von Kältetechnik inklusive Wärmepumpen ist im selben Zeitraum von 86 auf 95 TWh gestiegen, also um rund 10,5 %“, ergänzt Guntram Preuß, Stellvertretender Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands ALT. Und weiter: „Effizienzmaßnahmen moderner Anlagen, wie sie hier auf der Messe zu sehen sind, wachsen erst langsam in den Markt, werden den spezifischen Energiebedarf von Kälte- und Wärmepumpentechnik aber weiter reduzieren.“

Die Studie zeigt zudem, wie sich Technologien im zeitlichen Verlauf entwickelt haben. Welche Systeme gewinnen an Bedeutung? Wo sind Effizienzsprünge zu beobachten? Und welche Entwicklungspotenziale sind künftig zu erwarten? Mit den aktualisierten Daten wollen die Autoren der Studie eine fundierte Grundlage für politische Diskussionen, technologische Weiterentwicklungen und unternehmerische Entscheidungen bieten. Die Veröffentlichung der neuen Studie soll noch in diesem Jahr erfolgen.

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