gefma-Whitepaper erläutert datenbasierten Gebäudebetrieb 4.0

Das Whitepaper 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ ist ab sofort im Onlineshop des Verbands erhältlich. (Abb. © gefma)

Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es darum, wie sich BIM, Künstliche Intelligenz und digitale Datenräume für einen effizienten Gebäudebetrieb nutzen lassen. Das neue Whitepaper 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ des Facility-Management-Verbands (gefma) zeigt, warum strukturierte, sichere und systemübergreifend nutzbare Daten entscheidend sind, und gibt Impulse für die praktische Umsetzung.

Building Information Modeling (BIM), Künstliche Intelligenz und Datenräume eröffnen neue Möglichkeiten für den Betrieb von Immobilien. Damit diese Technologien ihr Potenzial entfalten können, braucht es jedoch eine entscheidende Grundlage: konsistente, strukturierte und systemübergreifend nutzbare Daten. Darauf weist der Deutsche Verband für Facility Management (gefma) hin. Mit seinem neuen Whitepaper 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ (55 Seiten) will der Verband ein gemeinsames, domänenübergreifendes Verständnis für einen datenbasierten, interoperablen und wirtschaftlichen Gebäudebetrieb schaffen und zugleich konkrete Ansätze für die praktische Umsetzung zeigen.

Erarbeitet wurde die neue Publikation von einem interdisziplinären Autorenteam aus dem 2025 gegründeten gefma-Arbeitskreis Gebäudebetrieb 4.0. Dessen Mitglieder betrachten den Betrieb eines Gebäudes nicht länger als nachgelagerte Verwaltungsaufgabe, sondern als Gestaltungsaufgabe und strategische, datenbasierte Führungsaufgabe über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Über die Erfüllung der Pflichten aus der Betreiberverantwortung hinaus rücken sie damit eine bewusste Betriebsstrategie in den Mittelpunkt.

Das neue Whitepaper betrachtet hierfür nicht isoliert einzelne Technologien oder Systeme, sondern führt die unterschiedlichen Perspektiven auf den Gebäudebetrieb zusammen. Es zeigt die Zusammenhänge und Schnittstellen zwischen Planung, Gebäudetechnik, Datenarchitektur, digitalen Services, Facility-Management-Prozessen sowie IT- Sicherheit und OT-Sicherheit (Operational Technology) auf. Praxisbeispiele verdeutlichen darüber hinaus, wie diese Bereiche zusammenspielen und welche Voraussetzungen für einen durchgängigen digitalen Gebäudebetrieb geschaffen werden müssen. Denn das Gebäude der Zukunft spielt laut gefma nach den Regeln der IT. „Entscheidend ist nicht mehr allein, welche technischen Systeme eingesetzt werden, sondern ob Daten strukturiert, sicher und systemübergreifend verfügbar sind und für konkrete Prozesse genutzt werden können“, erklärt dazu Frank Schröder, Director of efficient Technologies Corporate Facility Management bei Phoenix Contact und einer der drei Leiter des gefma-Arbeitskreises Gebäudebetrieb 4.0.

Die Veröffentlichung des Whitepapers bilden zugleich den Ausgangspunkt für die weitere Arbeit des gefma-Arbeitskreises. Um für die Branche Best-Practice-Erfahrungen zu gewinnen, soll im nächsten Schritt ein „Gebäudebetrieb 4.0 Demonstrator“ geschaffen werden. Darüber hinaus sind zu ausgewählten Themen vertiefende Auskopplungen und Deep Dives aus den fünf Arbeitsgruppen des Arbeitskreises geplant, so der Verband.

Das Whitepaper 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ ist ab sofort im Onlineshop des Verbands erhältlich. Für gefma-Mitglieder steht die Publikation kostenfrei zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können das White Paper für 59 Euro erwerben.

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