
Im Jahr 2025 ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % gesunken. Dieses Ergebnis hat Ende 2025 die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf Basis einer Hochrechnung veröffentlicht. Insbesondere erhöhte Energieverbräuche zur Erzeugung von Raumwärme haben laut AGEB ein besseres Ergebnis verhindert.
In einer Ende 2025 veröffentlichten Analyse geht die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB), Berlin, davon aus, dass der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % auf 2.931 Terawattstunden (TWh) gesunken ist. Dieser Verbrauchswert für 2025 liegt um 21,1 % unter dem Ausgangswert des Jahres 2008 (3.714 TWh). Um den im Energieeffizienzgesetz für 2030 vorgegebenen Grenzwert von 2.252 TWh zu erreichen, müssten Berechnungen von cci Branchenticker zufolge ab 2026 die Verbräuche im Durchschnitt jeweils um rund 5 % pro Jahr sinken. Bezüglich der einzelnen Energieträger meldet die AGEB für 2025 im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklungen (Klammerangaben = prozentualer Anteil am Gesamtverbrauch, siehe auch Abbildung):
– Mineralöl: -2,2 % (35,7 %)
– Erdgas: +3,6 % (26,9 %)
– regenerative Energien: +3,6 % (20,6 %)
– Braunkohle: -6,3 % (7,2 %)
– Steinkohle: -2,3 % (7,1 %)
Zu diesen Entwicklungen enthält der AGEB-Beitrag unter anderem folgende Erläuterungen:
– Die gegenüber dem Vorjahr insbesondere in den Monaten Februar, März und Oktober kühlere Witterung erhöhte den Verbrauch von Erdgas zur Erzeugung von Raum- und Fernwärme. „Ohne den verbrauchserhöhenden Einfluss der kühleren Witterung wäre der Energieverbrauch in Deutschland um etwa 1,2 % gesunken“, so die AGEB.
– Die allenfalls leicht positive konjunkturelle Entwicklung hatte nur einen geringen Einfluss auf die Entwicklung des Energieverbrauchs, da in energieintensiven Branchen die Produktion deutlich gedrosselt wurde.
– Verbrauchssteigernd könnte sich laut AGEB ausgewirkt haben, dass 2025 die Verbraucherpreise für Kraftstoffe und Heizöl gesunken sind und auch die Preise für Erdgas leicht zurückgegangen sind.
Die strukturellen Veränderungen des Energieverbrauchs sowie der etwas geringere Verbrauch führen nach Einschätzung der AGEB im Jahr 2025 zu einer Minderung der energiebedingten CO₂-Emissionen um rund 6 Mio. t auf etwa 643 Mio. t. Das entspricht einer Verringerung um etwa 0,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Weitere Informationen zum Primärenergieverbrauch 2025 stehen auf der AGEB-Website
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