Bewertung typischer Fehler in Wohnraumlüftungssystemen

Typischer Fehler in Wohnraumlüftungssystemen werden in einem Forschungsprojekt an der TH Rosenheim erstmals vergleichend und multikriteriell analysiert. (Abb. © Natti/stock.adobe.com)

Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es um die Bewertung typischer Fehler in Wohnraumlüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung (WRG). Dafür wird in einem Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Rosenheim der Einfluss acht typischer Fehlerszenarien vergleichend und multikriteriell analysiert.

Wohnraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (WRG) sind ein zentraler Baustein energieeffizienter Gebäude. Sie beeinflussen sowohl die Innenraumluftqualität als auch den Energiebedarf. Im Realbetrieb können jedoch Fehlfunktionen auftreten, welche zu einer verminderten Leistungsfähigkeit der Anlagen führen können. Schlechtere Luftqualität und/oder höherer Energieverbrauch sind die Folge. Doch diese Auswirkungen wurden bislang nur unzureichend vergleichend und multikriteriell untersucht.

Im Forschungsprojekt „Airflow Excellence: Effizienz und Luftqualitätssicherung bedarfsgeführter Wohnraumlüftungssysteme“ wird an der Technischen Hochschule Rosenheim der Einfluss typischer Fehlerszenarien systematisch analysiert. Hierzu werden verschiedene Lüftungsszenarien einer repräsentativen Wohnung simuliert. Im Fokus stehen dabei:

  • Volumenstromabweichungen
  • Regelungsfehler
  • Minderleistung der WRG
  • luftseitige Kurzschlüsse zwischen Außen- und Fortluft

Als Untersuchungsobjekt wurde eine Wohneinheit eines Mehrfamilienhauses modelliert. Die Wohnung ist in fünf Zonen unterteilt: Wohnzimmer mit integrierter Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad sowie Flur. Die Zuluft wird den Aufenthaltsräumen (Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer) zugeführt und strömt über den Flur in Küche und Bad. Hier wird die Abluft abgeführt. Die Volumenströme entsprechen der Auslegung gemäß DIN 1946 Teil 6 „Raumlufttechnik: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen, Anforderungen an die Auslegung, Ausführung, Inbetriebnahme und Übergabe sowie Instandhaltung“ (2019). Der Gesamtvolumenstrom wird an die tatsächliche Luftqualität angepasst. Zur Feststellung der Luftqualität wird ein CO2-Sensor in der Gesamtabluft verwendet.

Eine ausführliche Beschreibung des kurz vor seinem Abschluss stehenden Forschungsprojektes findet sich einschließlich bereits vorliegenden Ergebnissen unter Artikelnummer cci322692 in cci Wissensportal.

cci323314

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