Die Symposienreihe „Entrauchung & Brandschutz im Bauprozess“ von Eipos und der Aktionsgemeinschaft Entrauchung (AGE) ist Anfang Oktober in Potsdam zu Ende gegangen. Nach Stationen in München und Hamburg diskutierten insgesamt 136 Teilnehmer konkrete Fragen zu Planung, Genehmigung, Ausführung, Prüfung und Betrieb.
Die vom Europäischen Institut für postgraduale Bildung (Eipos), Dresden, und der Aktionsgemeinschaft Entrauchung (AGE), Berlin, veranstaltete Symposienreihe „Entrauchung & Brandschutz im Bauprozess“ hat erneute den fachlichen Austausch in den Mittelpunkt gestellt. Anhand eines realitätsnahen Mustergebäudes diskutierten Fachleute an drei Veranstaltungsterminen mit insgesamt 136 Teilnehmern konkrete Fragestellungen aus dem gesamten Planungs-, Bau- und Betriebsprozess. Nach dem Auftakt des Veranstaltungsformats am 11. März in München und der zweiten Veranstaltung am 15. April in Hamburg fand die Reihe am 7. Oktober in Potsdam ihren Abschluss.
Beteiligt waren Akteure aus Planung, Brandschutz, Prüfung, Ventilatorentechnik, Gebäudeautomation und Steuerungstechnik, unter anderem von Stöbich Brandschutz, Alfred Eichelberger, der Endreß Ingenieurgesellschaft, Dekra, Trox X-Fans, Belimo und Honeywell Building Products Fire. Im Mittelpunkt der Grundlagenermittlung sowie der Vor- und Entwurfsplanung standen der Aufbau von Entrauchungskonzepten, die frühzeitige Einbindung der Beteiligten sowie technische und baurechtliche Anforderungen. Das Spektrum reichte von Grundlagen der Druckbelüftung und Ventilatorentechnik über Detektions- und Auslösekriterien für Brandschutzklappen bis zur Anwendung von Bauarten, der Verwendung von Bauprodukten und den erforderlichen Nachweisen.
In der Genehmigungsplanung wurden unter anderem Prüfkriterien und deren Grauzonen, die Rauchableitung notwendiger Flure, passierbare Rauchschürzen sowie Nachströmung und Strömungseinflüsse diskutiert. Auch die Nutzung von Lüftungsanlagen zur Rauchableitung wurde aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Für die Ausführungsphase standen die Abstimmung zwischen den Gewerken, die Entrauchung von Foyers, die Druckbelüftung von Feuerwehraufzügen sowie der Weg vom sicherheitstechnischen Steuerkonzept bis zur Brandfallsteuermatrix im Fokus. Daneben ging es um Schnittstellen, Dokumentationen und Nachweise sowie die zuverlässige Umsetzung von Planungsansätzen.
Neben Fertigstellung und Inbetriebnahme gehörten auch Wartung und Dokumentation von Entrauchungsventilatoren und Brandschutzklappen, Vollprobetests, Wirk-Prinzip-Prüfungen sowie Erfahrungen aus Abnahmen und Prüfungen zum Programm. Ergänzend vermittelten kompakte „DeepDives“ technische und normative Grundlagen.
Die Symposienreihe machte nach Angaben der Veranstalter deutlich, dass funktionierende Entrauchungs- und Rauchfreihaltungskonzepte das Zusammenspiel der Beteiligten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes erfordern. Daher stellten Eipos und AGE den Austausch zwischen Planung, Brandschutz, technischer Gebäudeausrüstung, Prüfung, Ausführung und Betrieb in den Mittelpunkt.
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