Europapolitikerin diskutiert Wärmepumpenförderung bei Stiebel Eltron

Die Europapolitikerin Lena Düpont war mit ihren regionalen Parteikollegen zu Besuch bei Stiebel Eltron in Holzminden. Im Gespräch mit Stiebel-Eltron-CEO Dr. Kai Schiefelbein (3. von rechts) und Dr. Hendrik Ehrhardt (rechts, Leiter Public Affairs) waren Wärmepumpen das bestimmende Thema. (Abb. © Stiebel Eltron)

Die CDU-Europapolitikerin Lena Düpont hat gemeinsam mit Parteikollegen das Haus- und Heiztechnikunternehmen Stiebel Eltron besucht. Im Gespräch mit CEO Dr. Kai Schiefelbein ging es um die Entwicklung des Unternehmens, die Wärmepumpenförderung in Deutschland und den geplanten „Made with Europe“-Bonus, der eine höhere Förderung für Wärmepumpen mit europäischer Wertschöpfung vorsieht.

Beim Besuch der Stiebel Eltron GmbH in Holzminden am 14. August haben Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dr. Kai Schiefelbein, Vorsitzender der Geschäftsführung von Stiebel Eltron, über die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Wärmepumpenmarkt in Deutschland und Europa gesprochen.

Schiefelbein erläuterte die Entwicklung des Unternehmens: „Erst sorgte Corona für einen Boom, dann – ab Anfang 2022 – die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. 2022 verzeichneten wir erstmals einen Umsatz von über eine Milliarde Euro, der 2023 sogar noch einmal anstieg auf rund 1,25 Mrd. €.“ Nach einem Umsatz-Einbruch im Jahr 2024 auf 941 Mio. € musste das Heiztechnikunternehmen auch schmerzliche Maßnahmen ergreifen (siehe cci280585). „2025 konnten wir uns wieder stabilisieren, der Umsatz betrug zwar nur 954 Mio. €, aber wir hatten die Kostenstruktur entsprechend angepasst“, betont Schiefelbein und fügt hinzu: „Dieses Jahr läuft sehr gut, wir liegen aktuell vor unserem Plan und werden am Jahresende sicher wieder deutlich über einer Milliarde Euro Umsatz machen.“ Das liegt nach Ansicht von Schiefelbein vor allem an der deutlich angestiegenen Nachfrage nach Wärmepumpen.

Vor allem die geplante höhere Förderung für Wärmepumpen mit europäischer Wertschöpfung wurde im Gespräch mit Düpont thematisiert. Ab dem ersten Quartal 2027 soll im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die Förderung für Wärmepumpen aus Nicht-EU-Produktion von 30 auf 15 % sinken, während Geräte aus der EU oder assoziierten Märkten einen Wertschöpfungsbonus von 15 Prozentpunkten erhalten und damit weiterhin bei 30 % bleiben. Die genaue Ausgestaltung des als „Made with Europe“ angekündigten Bonus, der sich derzeit noch im Entwurf befindet, will die Bundesregierung im zweiten Halbjahr 2026 festlegen.

Schiefelbein blickt in diesem Zusammenhang auf den „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie“ der chinesischen Zentralregierung (siehe cci316915). Für ihn geht es dabei nicht um einen Wettbewerb der Unternehmen, sondern darum, dass „die europäische Wärmepumpenbranche angegriffen wird von einer Volkswirtschaft mit staatlicher Unterstützung auf allen Ebenen“, sagt Schiefelbein und ergänzt: „Da ist es nur richtig, europäische Wertschöpfung stärker zu fördern. Das ist zwar nur ein erster Schritt, aber damit erkauft man sich Zeit, um weitere notwendige Schritte zu gehen.“

Dem stimmt auch die Europapolitikerin zu: „Freihandel an sich ist eine sehr gute Sache, aber gleichzeitig muss man den Binnenmarkt auch schützen.“ Zur diskutierten Wertschöpfungsquote sagte Düpont: „Im Raum steht aktuell eine Wertschöpfungsquote von 45 %, die in Europa erfolgen muss. Diese 45 % müssen es schon sein.“

cci328334

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