
Das Online-Portal co2online hat berechnet, dass die Heizkosten für ein Einfamilienhaus beim Betrieb einer Gas- oder Ölheizung über 20 Jahre um mehr als 40.000 € teurer werden könnten als beim Einsatz einer Wärmepumpe. Ein Grund dafür ist die im Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz geplante Pflicht zur anteiligen Nutzung von biogenen Brennstoffen bei fossilen Heizungen.
Wenn es nach dem Entwurf zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) geht, dürfen neue Gas- und Ölheizungen auch in den nächsten Jahren wieder eingesetzt werden. Wie die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, Berlin, dazu berichtet, laufen Betreiber von fossilen Heizungsanlagen aber Gefahr, in eine Kostenfalle zu geraten. Denn Heizsysteme auf Basis fossiler Energien werden Jahr für Jahr teurer – sowohl durch künftig steigende CO2-Abgaben als auch durch die im GModG-Entwurf geplante Bio-Treppe. Diese sieht eine schrittweise Beimischungspflicht von teuren, erneuerbaren Brennstoffen zum Erdgas und Erdöl vor. Durch die Beimischungen von Biomethan, Wasserstoff oder Bioheizöl sollen Gas- und Ölheizungen klimafreundlicher werden.
Berechnungen von co2online zu Heizkostenprognosen für ein 130 m² großes Einfamilienhaus zeigen aber, dass diese Maßnahmen das fossile Heizen erheblich verteuern. So kostet beispielsweise das Heizen mit Erdgas mit Biomethan-Anteil über einen Zeitraum von 20 Jahren rund 9.560 € mehr als reines Erdgas. Bei einer Beimischung von Wasserstoff sind es sogar rund 10.950 € mehr. Für Bio-Heizöl fehlen laut co2online derzeit noch belastbare Marktdaten, doch aufgrund des aufwendigen Herstellungsprozesses sei auch hier mit erheblichen Aufschlägen zu rechnen.

Wie die Grafik und die Tabelle zeigen, sind Wärmepumpen über den Betrachtungszeitraum von 2026 bis 2045 die wirtschaftlich günstigste Lösung. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe verursacht in diesem Zeitraum Heizkosten von rund 24.490 €. Eine Erdwärmepumpe ist mit 22.040 € noch günstiger. Demgegenüber kostet über 20 Jahre eine Erdgasheizung rund 55.570 €, also rund 31.000 € mehr als eine Luft/Wasser-Wärmepumpe. Bei Heizöl liegt der Kostennachteil sogar bei rund 42.690 €. Holzpellets und Fernwärme liegen preislich im Mittelfeld. Pelletheizungen sind zwar günstiger als alle fossilen Systeme, jedoch teurer als Wärmepumpen. Fernwärme kann laut co2online eine sinnvolle Alternative sein, wenn der Einsatz einer Wärmepumpe technisch oder wirtschaftlich nicht möglich ist.
„Zu oft liegt bei der Heizungswahl der Fokus auf den Anschaffungskosten. Entscheidender sind die Gesamtkosten über die Lebensdauer“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Unsere Berechnung zeigt, dass fossile Heizungen für Haushalte zur Kostenfalle werden. Davor schützt auch keine Bio-Treppe.“
Weitere Infos zu den Berechnungen stehen auf co2online.de.
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Sehr geehrte Damen und Herren vom Branchenticker, es ist unumstritten, dass fossile Brennstoffe allgemein keine Zukunft haben. Wenn aber bei einer Aufrechnung der Heizungsanlagen der reine Betrieb betrachtet wird, geht die Rechnung nicht auf.
Eine Heizungsanlage, ob WP, oder konventionelle Brennwertgeräte, haben laut LCA einen Zyklus von 20 Jahren.
Das bedeutet: nach 20 Jahren müsste auch die WP neu installiert werden, die wesentlich teurer ist, als eine konventionale Heizungsanlage.
Fazit: Die Gebäudehülle muss den Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Das betrifft auch die Wechselwirkungen zum klimaneutralen Wohnen.