Thomas Reuter sieht die LüKK trotz Konjunkturflaute als robust, technologisch führend und international gefragt, auch wenn Fachkräftemangel, Kältemittelknappheit und Nachfolgeprobleme ihre Entwicklung bremsen. Sein „Kommentar: Die deutsche LüKK-Branche als global begehrtes Asset“ hat die Leser von cci Branchenticker beschäftigt. Nachfolgend die Leserkommentare zu Meldungen in cci Branchenticker.
Die LüKK ist nicht stark von kurzfristigen Konjunkturschwankungen abhängig, weil sie für Digitalisierung, Energieeffizienz, Rechenzentren, Industrie und Gebäudetechnik unverzichtbar ist. Internationale Übernahmen und weltweite Investitionen wertet Thomas Reuter in seinem „Kommentar: Die deutsche LüKK-Branche als global begehrtes Asset“ (siehe cci328584) vom 2. September daher nicht als Ausverkauf, sondern als Beleg für die hohe Qualität und das globale Wachstumspotenzial deutscher Unternehmen – bei gleichzeitig bestehenden strukturellen Herausforderungen.
Hierzu meint Stefan Plücker: „Hallo Herr Reuter, mit großem Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen und freue mich natürlich über die guten Prognosen und auch über die menge an Aufträgen für unsere Branche. Leider scheint aber die Politik unser Potenzial nicht wirklich zu erkennen. Als Beispiel möchte ich hierzu die Probleme bei der Ausbildung unserer neuen Facharbeiter anführen. Die Betriebe der Kammerbezirke Düsseldorf und Köln, deren Lehrlinge zu den Berufsschulen Berthold-Brecht-Berufskolleg in Duisburg und zum Heinrich Herz Berufskolleg in Bonn entsandt werden, haben in den letzten Tagen ein Schreiben vom BBBK Duisburg erhalten. Die Schule kann keine weiteren Auszubildenden aufnehmen, da die Anmeldezahlen von 239 Schülern in der Kälteabteilung erreicht seien. Das ist nun das zweite Mal in den letzten vier Jahren, dass diese Situation eintritt. Schon beim ersten Mal wurde ein Gespräch mit der Bezirksregierung Düsseldorf gesucht, um zu prüfen, wie man mit einer solchen Problematik umgehen kann. Leider ist dabei nicht viel herumgekommen, wie man jetzt wieder feststellen kann.
Es kann und darf ja nicht sein, dass die Kältebetriebe in der Region Nordrhein ihre Azubis nicht ausbilden kann, weil Kapazitäten an den Berufsschulen fehlen. Das BBBK hat Wartelisten für die Betriebe eingerichtet, um Nachzüglern den Berufsschulunterricht zu ermöglichen. Ich möchte betonen, dass dieser Sachverhalt nicht von der Schule zu verantworten ist, sondern vom Kultus- und vor allem vom Finanzministerium, da keine zusätzlichen Stellen und Finanzmittel für die Schulen zur Verfügung gestellt werden.
Wie Sie richtig in Ihrem Artikel feststellen, sind wir eine Branche, die in sensibler Infrastruktur tätig ist und seit Jahren ein Wachstum von circa 5 % in den Ausbildungszahlen generiert. Anscheinend wird das in der Politik nicht wahrgenommen und die Reaktion bleibt anscheinend aus. Wenn wir also weiter wachsen wollen in dieser Branche, ist es dringend notwendig hier mehr die Nähe zur Politik zu suchen, um solche Missstände zu beheben.“
Darauf hat Thomas Reuter geantwortet: „Hallo Herr Plücker, vielen Dank für Ihre Zuschrift. Sie sprechen da einen wunden Punkt und, ehrlich gesagt, auch ein ziemliches Unding an. Das mangelnde Interesse und Vorstellungsvermögen einiger Köpfe in Verwaltung und Politik gegenüber der LüKK/TGA wird in Ihrem Beispiel überdeutlich: Man (in diesem Fall Kultus- und Finanzministerium) ist noch nicht mal in der Lage, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass sich eine für das tägliche Leben und für die Infrastruktur unverzichtbare Branche gut personell aufstellen kann. Wir kennen diese verwaltungstechnische Schwerfälligkeit aus vielen anderen Bereichen, auch in der LüKK – denken Sie nur an das Thema Schullüftung/-klimatisierung.“
„Eine große TGA-Persönlichkeit: Jürgen Diehl mit 86 Jahren gestorben“ (siehe cci328141) titelte eine Meldung vom 21. August. Der am 13. August verstorbene Jürgen Diehl zählt aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements in nationalen und internationalen TGA-Organisationen sowie als Unternehmer und Geschäftsführer in TGA-Anlagenbauunternehmen zu den großen Persönlichkeiten der TGA-Branche.
Dazu schreibt Olaf Pielke: „Das ist eine traurige Nachricht. Jürgen Diehl ist Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnet und hat diese wertschätzend behandelt. Für die Firma Rud. Otto Meyer hat er vieles bewegt. Die TGA- Branche verliert eine prägende Persönlichkeit.“
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