Mehrere Branchenorganisationen sprechen sich dafür aus, die Förderung nach der Kälte-Klima-Richtlinie über das Jahr 2026 hinaus fortzuführen. Sie sehen darin ein zentrales Instrument, um den Umstieg auf Anlagen mit natürlichen Kältemitteln wirtschaftlich abzusichern und Klimaschutzziele zu erreichen.
Mit der seit 1. März 2024 gültigen novellierten Kälte-Klima-Richtlinie fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Eschborn, neu errichtete Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen mit der Wärmequelle Abluft, die mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden (siehe cci269540). Begrüßt wird diese Förderung von den Bonner Branchenverbänden Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) und dem Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) sowie vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) und dem Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte (RLT-Verband), beide Ludwigsburg, und der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS), Maintal. „Die Förderung nach der Kälte-Klima-Richtline ist ein wichtiges Instrument, um die Installation, Nach- und Umrüstung von Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln zu forcieren – eine wichtige Maßnahme zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele“, schreiben die fünf Branchenorganisationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Da jedoch geplant ist, diese Förderung Ende 2026 auslaufen zu lassen, haben sich die Verbände in einer gemeinsamen Stellungnahme an das zuständige Bundesumweltministerium, das BAFA sowie die wirtschafts- und umweltpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen gewandt. BIV, BTGA, BFS, FGK, RLT-Herstellerverband und VDKF sprechen sich für eine Fortsetzung der Förderung nach der Kälte-Klima-Richtlinie über das Jahr 2026 hinaus aus. Sie plädieren in ihrer Stellungnahme eindringlich dafür, die Fördermaßnahme beizubehalten, denn es ist „nicht zu erwarten, dass die wirtschaftliche Belastung für Betreiber durch die Anschaffung von Anlagen mit alternativen Kältemitteln bis dahin in nennenswertem Umfang zurückgehen wird“, so die Verbände.
Im April vergangenen Jahres hatten die fünf LüKK-Verbände und die BFS Kritik an Kälte-Klima-Richtlinie geäußert und eine Überarbeitung gefordert (cci71618). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Berlin, reagierte seinerzeit darauf mit einer Stellungnahme (cci274064).
cci313078
Anhänge
Jede Art der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder Bearbeitung, auch auszugsweise, ist nur mit gesonderter Genehmigung der cci Dialog GmbH gestattet.








