Luftbefeuchter-Spezialist Peter Iselt gestorben

Bei der Mitgliederversammlung des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK) im September 2010 dankte der damalige FGK-Vorsitzende Prof. Ulrich Pfeiffenberger (links) Peter Isel für seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender der FGK-Arbeitsgruppe Luftbefeuchtung. (Abb. © cci Dialog)

Wie die Redaktion erst jetzt erfahren hat, ist Peter Iselt bereits am 28. Juli in Alter von 87 Jahren gestorben. Iselt war 45 Jahre lang für das LüKK-Unternehmen Kaut tätig und engagierte sich über viele Jahrzehnte als Experte, Referent und Buchautor insbesondere in den Bereichen Luftbefeuchtung und -entfeuchtung. Anfang der 2010er Jahre zog sich Iselt aus der Branche ins Privatleben zurück.

Im Alter von 25 Jahren startete Peter Iselt 1964 seine berufliche Karriere beim LüKK-Unternehmen Kaut in Wuppertal, damals spezialisiert auf Raumklimageräte und Luftbefeuchtung. Insgesamt war Iselt 45 Jahre bei Kaut beschäftigt: 1986 wurde er Vertriebsleiter, von 1998 bis 2005 war er Geschäftsführer Vertrieb und übernahm nach seinem Ausscheiden bei Kaut noch eine Beraterfunktion. In seinem beruflichen Wirken engagierte sich Iselts insbesondere für die Luftbe- und -entfeuchtung: Als Mitautor des Fachbuchs „Grundlagen der Luftbefeuchtung – Systeme und Anwendungen“, als Autor vieler Fachbeiträge und als stets sehr engagierter Referent wurde er zu einem deutschen Pionier der Luftbefeuchtung. 2005 übernahm er den Vorsitz der damals im Fachverband Gebäude-Klima (FGK) gegründeten Arbeitsabteilung Luftbefeuchtung, den er mit dem Wechsel in den Ruhestand 2010 abgab.
Der nachfolgende Beitrag „Peter Iselt feierte 40 Jahre bei Kaut, Un-Ruhestand und 66. Geburtstag“ aus cci Zeitung 1/2005 zeigt weitere Stationen des beruflichen und privaten Lebenswegs von Peter Iselt und enthält auch einige „Schmunzler“:

Wuppertal/MS. Das war eine tolle Dreifachfeier! Mit mehr als 200 Gästen, darunter Mitarbeiter, Kollegen, Freunde und langjährige Wegbegleiter aus der Kälte-Klima-Branche, feierte Peter Iselt am 26./27. November in der Historischen Stadthalle Wuppertal ein rauschendes Fest. Eingeladen dazu hatte sein Arbeitgeber und Kaut-Inhaber Hans-Alfred Kaut, der mit dieser Feier gleich drei besondere Anlässe würdigte: Erstens das 40-jährige Firmenjubiläum von Peter Iselt bei Kaut. Zweitens dessen Verabschiedung in den Un-Ruhestand – „Un“, weil Iselt weiterhin beispielsweise als Dozent bei den Kaut Planer-Schulungen weitermacht und das Unternehmen auch künftig bei Verbänden und Vereinen vertritt. Drittens den 66. Geburtstag von Peter Iselt am 27. November.

In seiner Laudatio skizzierte Kaut den beruflichen Lebensweg von Iselt: Dessen Lehre bei einem Flugzeugwerk in Dresden und das dazu berufsbegleitende Studium, den Umzug nach Wuppertal (dort studierte Iselt dann im Fernstudium HLK-Technik) und seinen Start bei Kaut am 1. Juli 1964. „Ich habe in deiner Personalakte keinen Einstellungsvertrag gefunden, nur einen Brief an meinen Vater: Sehr geehrter Herr Kaut, wenn Sie keine weiteren Fragen mehr haben, fange ich am 1. Juli an. Offensichtlich hast du dich damals selbst eingestellt!“, berichtete Hans-Alfred Kaut.

Bei Kaut baute Iselt zunächst die Bereiche Luftbe- und -entfeuchtung auf und wurde aufgrund seiner „Naturtalente“ als Verkäufer und lautstarker Vortragender 1986 zum Vertriebsleiter und 1998 zum Geschäftsführer Vertrieb. Nach Grußworten von VDKF-Präsident Christian Scholz und BIV-Bundesinnungsmeister Walter Specht (er verlieh Iselt die Ehrennadel des BIV) sowie speziell auf Peter Iselt „umgedichtete“ Gesangseinlagen von 11 Kaut-Mitarbeiterinnen („Niemals geht man so ganz“ und „Mit 66 Jahren“) erinnerte sich Peter Iselt („Lieber 20 Vorträge halten als eine solche mir gewidmete Ehrenfeier durchstehen“) an seine harte Anfangszeit bei Kaut und schlug den Bogen in die Gegenwart und die nahe Zukunft: Bei den ersten Versuchen in seiner neuen „Lehre als Hausmann“ gab es bislang nur Katastrophen (das Publikum hat bei den Schilderungen Iselts dazu Tränen gelacht), und seitdem sei er von seiner Frau Ingeborg zum Beispiel von der Küchenarbeit freigestellt und soll sich im Haushalt Dingen widmen, bei denen er weniger Schäden und Chaos anrichten kann.

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