Neuer Leitfaden erläutert Vorteile der Gebäudeautomationsklasse A

Der Leitfaden erläutert die Vorteile der Gebäudeautomationsklasse A gegenüber den Klassen B und C, beispielsweise im Hinblick auf die Energieeffizienz und die Produktivität von Mitarbeitern. (Abb. © eubac / cci Dialog)

Jeden Dienstag informiert cci Branchenticker über Normen, Richtlinien, Gesetze und Verordnungen aus der LüKK und TGA. Heute geht es um einen neuen Leitfaden, der aufzeigt, welche Vorteile sich beim Einsatz und Betrieb eines Systems der Klasse A zur Gebäudeautomation gemäß EN ISO 52120 Teil 1 gegenüber den niedrigeren Klassen B und C ergeben.

Die europäischen LüKK-Verbände eu.bac (Gebäudeautomation) und Rehva (Federation of European Heating, Ventilation and Air Conditioning Associations) haben gemeinsam den Leitfaden „Building Automation for Energy-Efficient & Sustainable Buildings“ veröffentlicht. Darin wird auf 31 Seiten aufgezeigt, welche Vorteile sich für Gebäudebetreiber ergeben, wenn sie sich für die höchste Gebäudeautomationsklasse A anstelle der Klasse B oder C entscheiden. Basis für die Klasseneinteilung ist die DIN EN ISO 52120 „Energieeffizienz von Gebäuden. Beitrag von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement – Teil 1: Allgemeiner Rahmen und Verfahren“ (2025).

Laut den Verfassern zeigt der Leitfaden Gebäudeeigentümern, Investoren und Facility-Managern, wie eine verbesserte Gebäudeautomation der Klasse A den Energieverbrauch senken, die Gebäudeeffizienz steigern und zuverlässige Daten für die Nachhaltigkeits- und behördliche Berichterstattung liefern kann. Dabei verweisen die Ersteller unter anderem auf folgende Vorteile der GA-Klasse A:

  • 26 bis 52 % Senkung des Energieverbrauchs bei einer durchschnittlichen Amortisationszeit von etwa 3 Jahren
  • Verbesserung der Energieeffizienzklasse um bis zu 2 Stufen
  • 6 bis 8 % Mietaufschlag und 14 bis 16 % Kapitalwertaufschlag
  • 7 bis 15 % Produktivitätssteigerung der Mitarbeitenden und 30 % weniger Symptome des „Sick-Building-Syndroms“
  • kontinuierliche Fehlererkennung, wodurch Ausfallzeiten und Betriebskosten reduziert werden.

Wie eu.bac und Rehva erläutern, erscheint der Leitfaden zu einer Zeit, in der Gebäudeeigentümer mit steigenden Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und den Zugang zu nachhaltiger Finanzierung konfrontiert sind. Eine fortschrittliche Gebäudeautomation könne diese Anforderungen erfüllen, indem sie kontinuierliche, nachvollziehbare Informationen darüber liefert, wie ein Gebäude tatsächlich betrieben wird. Der Leitfaden steht unter eubac.org zum kostenlosen Download bereit.

Eine monatlich aktualisierte Übersicht zu mehr als 350 Normen, Richtlinien, Verordnungen und Gesetzen aus der LüKK und TGA findet sich in cci Wissensportal unter der Artikelnummer cci257169. In dieser nach Themenbereichen gegliederten Tabelle sind die Neuerscheinungen des Jahres 2026 und die mehr als 130 technischen Regeln, zu denen die Redaktion Zusammenfassungen erstellt hat, farblich gekennzeichnet (mit zugehörigen Artikelnummern).

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