PFAS-Verbot sorgt für großes Interesse beim VDMA: Verband fordert risikobasierten Ansatz

(Abb. © cci Dialog GmbH / ARD)
Auch die öffentlich-rechtlichen Medien berichteten bereits über das Thema PFAS. (Abb. © cci Dialog GmbH / ARD)

Das von der EU-Kommission geplante Verbot von mehr als 10.000 chemischen Stoffen der PFAS-Gruppe lässt im mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau alle Alarmglocken läuten. An einer Online-Infoveranstaltung des VDMA nahmen jüngst 500 Mitgliedsunternehmen teil.

Da Fluorpolymere (Teilgruppe der PFAS: Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) in vielen Dichtungen, Ventilen, Schläuchen oder Kompressoren zum Einsatz kommen, und es zumeist keinen adäquaten Ersatz für diese Stoffe gibt, „wären fast alle Maschinenbaufirmen in unterschiedlichem Maß von diesem Verbot betroffen“, sagte Dr. Sarah Brückner, Leiterin VDMA Abteilung Umwelt und Nachhaltigkeit, auf der PFAS-Infoveranstaltung des Verbands am 20. Juni. „Wir würden mit den alternativ zur Verfügung stehenden Materialien zum Teil auf den Entwicklungstand von 1950 zurückgeworfen“, warnte Brückner.
Fast 500 Mitgliedsunternehmen nahmen an der Veranstaltung teil – ein Wert, der die große Betroffenheit der Branche deutlich macht. Eine Konsequenz eines so umfassenden Verbots wäre, dass die Qualität der Grundversorgung der Menschen mit Blick auf Gesundheit, Sicherheit oder Nahrung leiden würde, weil industriele Prozesse gefährdet wären, so eine der Schlussfolgerungen in einer Mitteilung des Verbands.
Der VDMA fordert daher einen strikt risikobasierten Ansatz der Regulierung. „Es gibt PFAS-Stoffe, die kein relevantes Risiko für Mensch und Umwelt darstellen, aber die Langlebigkeit und Sicherheit vieler industrieller Produkte und Produktionsprozesse garantieren. Diese PFAS-Gruppen müssen vom Verbot ausgenommen werden. Einzelausnahmen für bestimmte Produkte wie Wärmepumpen führen in die Irre, weil es allein schon im Bereich der grünen Technologien Tausende solcher Ausnahmen geben müsste“, betonte Dr. Brückner. Derzeit laufen unter der Regie der EU-Behörde ECHA öffentliche Konsultationen zum geplanten PFAS-Verbot. Mehr Informationen zum Thema PFAS gibt es hier.

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Ein Kommentar zu “PFAS-Verbot sorgt für großes Interesse beim VDMA: Verband fordert risikobasierten Ansatz

  1. Da kann man ja nur zustimmen zu diesem Textausschnitt. „Der VDMA fordert daher einen strikt risikobasierten Ansatz der Regulierung. „Es gibt PFAS-Stoffe, die kein relevantes Risiko für Mensch und Umwelt darstellen, aber die Langlebigkeit und Sicherheit vieler industrieller Produkte und Produktionsprozesse garantieren“. Die Evolution/Entwicklung die schon seit langem in Gang gesetzt wurde von Mutternatur, die natürlich auch von uns mit angefeuert worden ist, werden wir durch Verbote und Klimagesetzte leider nicht mehr aufhalten bzw. ändern. Wir können vielleicht unser Gewissen damit etwas besänftigen. Klimaschutz und Änderungen in der Teilgruppe der PFAS: Per- und Polyfluoralkylsubstanzen ist Richtig, nur die Art und Weise, wie man sich erlaubt damit um zugehen, ist schon sehr Sonderbar. In der Politik sollten einmal die Verantwortlichen eine Lehre im Fach Wärmepumpen und Klimaanlagen ausüben und mit dem Fachwissen den Klimaschutz neu anstoßen und damit praktikabel Vorschlägen zur Bearbeitung von Klimaschutzzielen und Gesetzen vorlegen.

    Mit sonnigen Grüßen
    Olaf Mayer(SV)

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