Die RWTH Aachen und das Software-Unternehmen Synavision haben zusammen mit der Fachhochschule Münster das „ai.lab“ gestartet, ein Testlabor für künstliche Intelligenz in Gebäuden und Bauprojekten. Ziel ist die praxisnahe Entwicklung und Erprobung neuer Anwendungen. Unternehmen der Immobilienwirtschaft können ihre KI-Lösungen direkt unter realen Bedingungen testen.
Die Synavision GmbH, Bielefeld, und der Lehrstuhl für Software Engineering an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, haben in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster das „ai.lab“ gegründet. (Anm. d. Red.: Die Abkürzung „ai.lab“ steht für Artificial Intelligence – der englische Begriff für künstliche Intelligenz (KI) – und laboratory, also Labor). In diesem Rahmen können Unternehmen der Immobilienwirtschaft die Auswirkungen von KI-Anwendungen in Bauprojekten und im Betrieb von Gebäuden simulieren. Synavision stellt dafür seine Cloud-Plattform bereit. Führende Unternehmen der Bau- und Energiebranche, darunter die Kölner Immobilienagentur Art-Invest Real Estate Management GmbH, der Energiedienstleister Brunata-Metrona GmbH, Köln, der Bau- und Immobilienentwickler M & P Gruppe, Braunschweig, und das TGA-Unternehmen Rud. Otto Meyer Technik GmbH (ROM Technik), Stuttgart, sind als Partner beteiligt, um KI-Lösungen weiterzuentwickeln und deren Nutzung in der Branche zu erhöhen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.
Im Rahmen der Kooperation stellen Synavision und RWTH Aachen modernste LLMs (Anm. d. Red.: Large Language Models. Systeme, die Texte verstehen, analysieren und automatisch generieren können) und weitere KI-Modelle in einer sicheren IT-Umgebung zur Verfügung. Dort können unter anderem Performance-Daten von Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beispielsweise Lüftungsanlagen mittels KI analysiert, Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt oder die Betriebsführung automatisiert optimiert werden. Alle Daten werden auf europäischen Servern beziehungsweise in einer abgeschlossenen Umgebung der RWTH verarbeitet.
„Im Gegensatz zu vielen früheren Innovationen hat KI als digitale Lösung eine enorm hohe Implementierungsgeschwindigkeit, was sich schon in kürzester Zeit auch in ökonomischen Kennzahlen widerspiegelt. So konnten wir auf der Synavision-Plattform mit KI-Anwendungen die Kosten für technische Analysen bereits um mehr als 90 % reduzieren“, sagt Synavision-CEO Dr.-Ing. Stefan Plesser. Zugleich würden Geschwindigkeit und Skalierbarkeit steigen. Die Services stehen den Nutzern als Plug-and-play-Lösung zur Verfügung. Plesser ergänzt: „Mit dem ai.lab können wir Unternehmen der Bau- und Energiebranche live und an ihren eigenen Gebäuden und Anlagen zeigen, was mit künstlicher Intelligenz möglich ist.“ Die Forscher an der RWTH Aachen unterstützen die Entwicklungen im ai.lab. „Eine gut trainierte Künstliche Intelligenz kann Menschen und Unternehmen effektiv helfen, Gebäude besser zu verstehen und zu optimieren“, betont Prof. Bernhard Rumpe vom Lehrstuhl für Software Engineering an der RWTH Aachen.
Synavision und die RWTH Aachen bieten Unternehmen an, die Potenziale künstlicher Intelligenz für ihre Gebäude und Daten im ai.lab zu testen. Interessierte Unternehmen, Dienstleister und öffentliche Bauverwaltungen wenden sich hierfür an ai-lab@synavision.net.
Synavision wurde 2010 von Forschern der Technischen Universität (TU) Braunschweig und der RWTH Aachen gegründet. Als bundesweit agierendes Unternehmen für digitale Betriebsoptimierung in Gebäuden und Technisches Monitoring ist Synavision nach eigenen Angaben führend bei der Softwareentwicklung für digitale Qualitätssicherung der Gebäudeautomation.
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