Stiftung Warentest nimmt erneut Split-Klimageräte unter die Lupe

Bei der Prüfung von Klimageräten erhielten neun der elf untersuchten Geräte von Stiftung Warentest die Gesamtnote „gut“. (Abb. © Pixel-Shot/stockadobe.com)

Auch in diesem Jahr hat Stiftung Warentest wieder Monosplit-Klimageräte getestet. Neben der Kühlfunktion wurde auch die Heizfunktion berücksichtigt. Außer Konkurrenz wurde zudem ein Multi-Splitgerät untersucht. cci Branchenticker fasst die Ergebnisse des Beitrags „Kühlen ohne Kostenfalle“ im „test“-Heft 06/2026 zusammen.

Die Stiftung Warentest (StiWa) hat für die neueste Ausgabe von „test“ sechs Monosplit-Klimageräte mit rund 2,5 kW Kühlleistung getestet. Zusätzlich zu diesen Testergebnissen für Geräte von Mitsubishi Electric, Samsung, Bosch, Fujitsu, Panasonic und Gree haben die Warentester die Bewertungen zu fünf noch erhältlichen Geräten aus einem Vorgängertest (siehe cci298237) aufgeführt. Dort mit dabei sind Geräte von Daikin, Buderus, Mitsubishi Electric und Mitsubishi Heavy Industries mit rund 3,5 kW Kühlleistung und eine mobile Splitanlage von Midea. Mit Ausnahme der Geräte von Mitsubishi Electric und Gree, die Propan (R290, GWP 0,02) verwenden, arbeiten alle getesteten Klimageräte mit dem Kältemittel R32 (GWP 675).

Neun der insgesamt elf Klimageräte erhielt die Gesamtnote „gut“, zwei die Note „befriedigend“. Auf dem ersten Platz der 2,5-kW-Geräte landete Mitsubishi Electric (Note 2,0), gefolgt von Samsung (Note 2,1), Bosch (2,3), Fujitsu (2,4), Panasonic (2,5) und Gree (2,7). Bei den 3,5-kW-Geräten war Daikin (Note 2,2) vorne – die anderen drei erhielten die Note 2,5. Das mobile Splitgerät von Midea wurde mit 3,3 bewertet.

Die Prüfungen und Beurteilungen der Geräte erfolgten auf Basis folgender Kriterien: Umwelteigenschaften (40 %), Kühlen (20 %), Heizen (15 %), Entfeuchten (5 %), Handhabung (15 %) und Basisschutz persönlicher Daten (5 %).

Die Heizleistung der getesteten Geräte reicht von 3,2 bis 4,1 kW. In ihrer Beispielrechnung gehen die Tester davon aus, dass die Splitgeräte etwa 80 % des Heizens übernehmen und eine Gasheizung die restlichen 20 %. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass selbst mit den weniger effizienten Exemplaren der getesteten Geräte die Heizkosten geringer sind als beim reinen Heizen mit Gas. Die erzielte Ersparnis ist in der Modellrechnung sogar höher als die Kühlkosten im Sommer. Zudem verringern sich die Treibhausgas-Emissionen. Fazit der Warentester: „Die Geräte belasten das Klima im Heizbetrieb erheblich weniger als die fossile Heizung.“ Dies entspricht auch den Erfahrungen des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK), Ludwigsburg. Bezug nehmend auf die Testergebnisse erklärt Lucas M. van Stephoudt, Referenten für politische Kommunikation beim FGK: „Wer Geräte mit hoher Energieeffizienzklasse einsetzt, kann mit geringem Energieverbrauch angenehme Raumtemperaturen erreichen.“

Auch hinsichtlich der Reaktionsgeschwindigkeit konnten die Geräte laut StiWa überzeugen. Selbst das langsamste Gerät brauchte nur 26 min., um ein 25 m2 großes Zimmer von 15 auf 25 °C aufzuheizen, bei einer Außentemperatur von 7 °C. Beim Kühlen schaffte das schnellste Gerät eine Absenkung der Temperatur von 35 auf 25 °C in 23 min. Mit Blick auf den Hitzeaktionstag am 11. Juni weist der FGK in einer Pressemitteilung darauf hin, dass zum Hitzeschutz in Gebäuden neben Verschattung und Nachtlüftung auch die aktive Kühlung gehört. „Wenn Verschattung und Nachtlüftung nicht ausreichen oder gar nicht möglich sind, bieten sich Split-Klimageräte als energieeffiziente ergänzende Lösung an, die verhältnismäßig einfach nachgerüstet werden kann“, sagt van Stephoudt.

Neben den neu getesteten Anlagen und den Geräten aus dem Vorjahrestest, die alle jeweils aus einem Außen- und einem Innengerät (Monosplit) bestehen, hat StiWa in diesem Jahr erstmals auch ein Multisplitgerät untersucht. Das Gerät von Daikin kann mit einem Außengerät bis zu drei Innenräume klimatisieren. Der Kommentar der Tester hierzu: „Wer mehrere Räume klimatisieren möchte und draußen nur ein Außengerät anbringen darf oder will, bekommt mit der getesteten Daikin-Anlage ordentliche Qualität. Wenn mehrere Außengeräte nicht stören, kommen als Alternative auch mehrere Single-Splitgeräte mit je einem Innengerät infrage. Wichtig: Da die Installationskosten sehr unterschiedlich ausfallen können, sollte man sich vorab vollständige Angebote von Fachbetrieben machen lassen.“

Zusätzlich zu den Testergebnissen in der Juni-Ausgabe des test-Hefts gibt es auf der Website von Stiftung Warentest weitere Informationen zu Kosten, Heizfunktion, Förderung, Gerätewahl, Montage und Nutzung.

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