UBA: 2025 sind in Deutschland die Treibhausgase nur marginal gesunken

Im Vergleich zu 2024 sanken 2025 in Deutschland die Emissionen von Treibhausgasen lediglich um 0,1 %. Mit einem Plus von 3,4 % gab es im Gebäudesektor den prozentual höchsten Anstieg. (Abb. © Tomas Ragina/stock.adobe.com)

Wie das Umweltbundesamt (UBA) berichtet, sind im Jahr 2025 in Deutschland die gesamten Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Vorjahr um 1 Mio. t auf 649 Mio. t CO2-Äquivalent gesunken. Dies entspricht einer Minderung um lediglich 0,1 %. Dennoch sieht das UBA die für 2030 vorgegebenen Klimaschutzziele auf Basis von Projektionsdaten weiterhin als erreichbar.

Laut dem Bericht des Umweltbundesamts (UBA), Dessau, ist 2025 in Deutschland der Klimaschutz ins Stocken geraten und braucht „einen neuen Schub“. Mit 649 Mio. t CO2-Äquivalenten an Treibhausgasen (kurz CO2-Äq) lagen 2025 die Emissionen nämlich nur um 1 Mio. t unter denen des Vorjahres. Zum Vergleich: Von 2023 auf 2024 sanken die Emissionen von 670 auf 650 Mio. t. CO2-Äq, also um 3 %. Trotz dieser Stagnation wurde laut UBA die im Klimaschutzgesetz (KSG) für 2025 vorgegebene maximale Emissionsmenge von 662 Mio. t CO2-Äq um etwa 13 Mio. t unterschritten. Um das im KSG für 2030 vorgegebene Ziel von maximal 440 Mio. t CO2-Äq zu erreichen, müssten die Emissionen jährlich um durchschnittlichen 42 Mio. t CO2-Äq verringert werden. Dabei gibt sich das UBA auf Basis von Projektionsdaten zu künftigen Emissionen (siehe Abbildung) optimistisch: Dieses Ziel sei mit zusätzlichen Maßnahmen erreichbar.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland von 2021 bis 2025 in den wesentlichen Sektoren und Projektionen des UBA für Gesamtemissionen bis 2045 (Abb. © UBA)

Zu den Emissionen in den verschiedenen Sektoren im Jahr 2025 meldet das UBA folgende Daten:

Industrie (-3,8 %)

In der Industrie betrugen 2025 die Emissionen 144,1 Mio. t CO2-Äq und lagen damit um 5,6 Mio. t (-3,8 %) unter dem Vorjahr. Als Grund nennt das UBA insbesondere Rückgänge in der Produktion.

Energiewirtschaft (-0,3 %)

Mit einer Minderung um 0,6 Mio. t CO2-Äq auf 189,1 Mio. t lag der Ausstoß in der Energiewirtschaft um 0,3 % unter dem von 2024. Ein wesentlicher Grund hierfür war laut UBA die deutlich gesunkene Stromerzeugung aus Windenergie. Zum Vergleich: Von 2023 auf 2024 sanken die Emissionen im Energiesektor um 15 Mio. t CO2-Äq.

Verkehr (+1,5 %)

Einen Mehrausstoß um 2,1 Mio. t auf 146,3 Mio. t CO2-Äq (+1,5 %) gab es im Verkehrssektor. Das UBA erwartet, dass durch die Förderung von Elektrofahrzeugen die Emissionen in diesem Sektor bald sinken.

Gebäude (+3,4 %)

Den prozentual stärksten Anstieg der Emissionen gab es im Gebäudesektor. Dieser verzeichnete einen Anstieg um 3,4 Mio. t auf 103,4 Mio. t CO₂-Äq (+3,4 %). Diese Zunahme sei laut UBA insbesondere auf eine kühle Witterung und einen höheren Verbrauch an Heizenergie zurückzuführen. In diesem Sektor sieht das UBA nach wie vor einen großen Handlungsbedarf bei Emissionsminderungen.

Weitere ausführliche Informationen zu Treibhausgasemissionen im Jahr 2025 stehen auf der UBA-Website.

Zum neuen Klimaschutzprogramm 2026 veröffentlichte cci Branchenticker am 15. April den Kommentar „KSP 2026 – Abschied von CO2-Minderungszielen im Gebäudesektor“ unter Artikelnummer cci322211.

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