
Am 30. Januar hat an der Norddeutschen Kälte-Fachschule die Gesellenfreisprechung zur Winterprüfung 2025/2026 stattgefunden. Zuvor mussten die Prüflinge des Kälteanlagenbauer-Handwerks ihr Können in Theorie und Praxis beweisen – unter Verwendung des natürlichen Kältemittels Propan. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war die Anzahl an Prüflingen leicht rückläufig.
Insgesamt 73 Prüflinge haben sich in diesem Winter für den Bereich Niedersachsen/Sachsen-Anhalt angemeldet, um ihre Gesellenprüfung Teil 2 im Berufsbild Mechatroniker für Kältetechnik zu absolvieren. Die Landesinnung Kälte-Klimatechnik Niedersachsen/Sachsen-Anhalt (KNS), Springe, verzeichnet damit eine geringere Anzahl an Prüfungsteilnehmern: Im Vorjahr (2024/25) nahmen 84 Prüflinge an der Winterprüfung teil, im Jahr davor (2023/24) waren es 85.
Die Übergabe der Gesellenbriefe fand am 30. Januar im Rahmen der traditionellen Gesellenfreisprechung mit Familien, Freunden, Ausbildern und Betriebsinhabern in der Werkstatt der Norddeutschen Kälte-Fachschule (NKF) in Springe statt. Anwesend waren zudem die ehrenamtlichen Prüfungsausschussmitglieder und die Lehrkräfte der Berufsbildenden Schulen. Der neue Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzende Ulrich Bähre erläuterte den Gästen die praktische Prüfungsaufgabe. Der Arbeitsauftrag bestand darin, eine Klimakammer mit einer Raumtemperatur von 8 °C unter Verwendung des Kältemittels R290 (Propan) zu installieren und in Betrieb zu nehmen.
Landesinnungsmeister Andreas Werner überreichte im Anschluss 66 Absolventen ihre Gesellenbriefe. Damit haben 82 % der Teilnehmenden die Prüfung bestanden. Die NKF weist an dieser Stelle darauf hin, dass der Mechatroniker für Kältetechnik zu den anspruchsvollsten handwerklichen Ausbildungsberufen zählt.
Positiv entwickelte sich der Frauenanteil: Vier weibliche Anwärterinnen nahmen an der Prüfung teil, doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Zwei von ihnen schlossen die Prüfung mit der Note Gut ab. Der Notenspiegel zeigt insgesamt ein breites Spektrum mit einer Eins und sieben Zweien. Die Mehrheit lag mit 52 Prüflingen im Bereich der Zensuren Drei und Vier. Drei Prüflinge schlossen die Prüfung mit der Note Sechs ab – was laut NKF im Vergleich zu den bisherigen Prüfungen ungewöhnlich war.
Zum Abschluss wies Werner die neuen Fachkräfte im Kälteanlagenbauer-Handwerk noch mit einer Geschichte auf eine nicht unwesentliche Grundeinstellung hin: „Wir alle sollten die Zukunft mit aller Sorgfalt planen, aufbauen und ausstatten. Denn auch Sie werden den Rest ihres Lebens in der Zukunft verbringen, für die Sie heute den Grundstein gelegt haben“, so der Landesinnungsmeister.
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