
Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es um die energetische Sanierung eines Wohngebäudes mit Wärmepumpen, Photovoltaik-Unterstützung einschließlich Batteriespeicher und partieller dezentraler Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Forscher der Leibniz Universität Hannover haben für das reale Gebäude ein Energieeinsparpotenzial von 31 % ermittelt.
Der Erfolg der so genannten Wärmewende hängt maßgeblich vom Einsparpotential im Gebäudebestand ab. Um dieses zu erschließen, braucht es neben der Sanierung der Gebäudehülle auch eine möglichst CO2-neutrale Wärmebereitstellung durch erneuerbare Energieträger anstelle von fossiler Anlagentechnik – insbesondere Wärmepumpen.
Die damit einhergehende Elektrifizierung bewirkt aber auch einen signifikanten Anstieg des Gesamtbedarfes an elektrischer Energie, der das Stromnetz zu kritischen Zeiten – also in der Heizzeit – überlasten kann. Um diese Gefahr zu verringern, kann der benötigte Strom dezentral durch Photovoltaikanlagen (PV) am Gebäude erzeugt werden. Jedoch deckt sich das Stromerzeugungsprofil einer Photovoltaikanlage nicht gut mit dem typischen Verbrauchsprofil einer Wärmepumpe.
Forscher der Leibniz Universität Hannover haben unlängst die energetische Ertüchtigung eines in massiver Bauweise errichteten Einfamilienhaus in der Nähe von Hannover untersucht, das nach einem Teilumbau im Jahr 2016 mit dreifach verglasten Fenstern und Fußbodenheizung im Erdgeschoss (circa 80 % der Fläche) und in dem im Obergeschoss gelegenen Bad ausgestattet ist. Im Oktober 2022 wurde der bis dahin genutzte Gas-Brennwertkessel wie folgt ersetzt:
- 300-l-Trinkwasserwärmepumpe, die innerhalb des beheizten Hauswirtschaftsraums aufgestellt ist.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe in Außenaufstellung zur Raumbeheizung
Im Januar 2025 wurden zusätzlich zu den Wärmepumpen zwei Pendellüfter nachgerüstet. Schon seit September 2024 ist zudem auf dem zum Gebäude gehörenden Dach eines Carports eine PV-Anlage installiert. Diese verfügt über 16 Module mit einer Gesamtleistung von von circa 6,9 kWp und wird durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund 11 kWh ergänzt. In Summe beträgt die gesamte Einsparung durch die Modernisierungsmaßnahmen etwa 31 % gegenüber der Ausgangssituation.
Wie die Forscher der Leibniz Universität zu diesen Ergebnissen gekommen sind, lesen Sie in einem ausführlichen Fachbeitrag unter cci325046 in cci Wissensportal.
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