Wärmepumpen-Demonstrator als Entwicklungsplattform

Inbetriebnahme des Demonstrators durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder (Bildmitte). Neben ihm (von links): Hans-Joachim Klink (Vice President R&D Heating Technology), Dr. Klaus Geißdörfer (CEO ebm-papst Gruppe), Dr. Hannes Säubert (CEO Heating Technology), Thaddäus Hinterberger (Projektleiter) und Landshuts Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger. (Abb. © ebm-papst)

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am Standort Landshut von ebm-papst einen Wärmepumpen-Demonstrator in Betrieb genommen. Die funktionsfähige Luft/Wasser-Wärmepumpe dient als Referenz- und Entwicklungsplattform, um das Zusammenspiel zentraler Komponenten und Subsysteme unter realen Betriebsbedingungen zu untersuchen.

Die Bedeutung der Wärmepumpentechnologie für den Industriestandort hat der Besuch von Dr. Markus Söder bei der ebm-papst Mulfingen GmbH unterstrichen. Der bayerischen Ministerpräsident nahm am Standort Landshut einen neuen Wärmepumpen-Demonstrator in Betrieb. „Hightech und Technologie machen unsere Wirtschaft stark“, betonte Dr. Markus Söder im Juli während seines Besuchs.

Der Demonstrator bildet eine funktionsfähige Luft/Wasser-Wärmepumpe in Monoblock-Bauweise ab und dient als Referenz- und Entwicklungsplattform. Im Fokus steht das Zusammenspiel von Ventilator, Microchannel-Verdampfer, Highspeed-Turboverdichter, Inverterelektronik und Kältekreisregelung.

„Wer die Wärmepumpe der Zukunft mitgestalten will, muss das Gesamtsystem verstehen“, erläutert Dr. Hannes Säubert, Geschäftsführer von ebm‑papst Landshut. „Der Wärmepumpen-Demonstrator schafft dafür die Grundlage. Er hilft uns, Systemkompetenz aufzubauen und unsere Kunden künftig noch stärker als Entwicklungspartner auf Augenhöhe zu begleiten.“

Der Wärmepumpen-Demonstrator verbindet Ventilator, Verdampfer, ölfreien Kältekreis und Elektronik zu einem integrierten Gesamtkonzept. (Abb. © ebm-papst)

Der Demonstrator ist auf eine Heizleistung von 23 kW, Warmwassertemperaturen bis 70 °C und einen Einsatzbereich von −10 bis 30 °C ausgelegt. Als Kältemittel ist Propan (R290) zum Einsatz.

Der Demonstrator ist in das Kälte-Innovationszentrum von ebm-papst (siehe cci308511) eingebunden. Dort sollen Wärmepumpensysteme unter realen Betriebsbedingungen entwickelt und erprobt werden. „Die Wärmewende verändert unseren Markt grundlegend und stellt die Branche vor große Herausforderungen. In Landshut bauen wir deshalb gezielt Kompetenzen für die Heiztechnik der Zukunft aus“, sagt Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm-papst Gruppe. Der Wärmepumpen Demonstrator sei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Demonstrators und des Besuchs von Söder im Juli liefen möglicherweise bereits Gespräche über den später bekannt gegebenen Verkauf von ebm-papst. Am 17. August haben die drei Gesellschafterfamilien des Mulfinger Unternehmens bekanntgegeben, ihre Anteile an den US-Konzern Madison Air übertragen zu wollen. Der Nettoverkaufspreis wurde mit 4,8 Mrd. € beziffert (siehe cci328015).

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