VDKF-Konjunkturumfrage 2026: Branche bleibt wirtschaftlich robust

Viele Betriebe müssen noch das Know-how im Umgang mit alternativen Kältemitteln aufbauen. Erst 52 % der Fachbetriebe sehen sich in der Lage, Propananlagen warten und installieren zu können. (Abb. © VDKF)

Die deutsche Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche zeigt sich 2026 wirtschaftlich robust. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) bewerten 68 % der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut. Fachkräftemangel, Kältemittelversorgung/verfügbarkeit und ungeklärte Unternehmensnachfolgen bleiben zentrale Herausforderungen.

Die aktuelle Konjunkturumfrage 2026 des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) zeichnet das Bild einer wirtschaftlich stabilen und zukunftsorientierten Branche. Die jährlich durchgeführte Erhebung untersucht unter anderem die Geschäftslage, Materialpreise und Betriebsstrukturen. Im Mittelpunkt standen diesmal zudem die Kältemittel-Thematik und Fragen der Unternehmensnachfolge.

Trotz verhaltener Konjunktur, steigenden Energiepreise, anhaltenden Kostensteigerungen und geopolitischen Unsicherheiten bleibt das Kälteanlagenbauerhandwerk laut VDKF-Umfrage wirtschaftlich stabil. Impulse erhält die Branche insbesondere durch die Energiewende sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach energieeffizienter Gebäudetechnik und energieeffizienten Klimatisierungslösungen.

Die Branche ist weiterhin überwiegend mittelständisch geprägt. Rund ein Drittel der Betriebe erzielt einen Jahresumsatz zwischen 1 und 2 Mio. €, knapp ein Viertel erwirtschaftet mehr als 5 Mio. €.
68 % der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut, lediglich 5 % als schlecht. Damit entwickelt sich die Branche laut Konjunkturumfrage deutlich besser als die allgemeine Konjunktur in Deutschland. Gleichzeitig geben rund 39 % der befragten Unternehmen an, dass der Fachkräftemangel den Geschäftsbetrieb einschränkt. Das Kälteanlagenbauerhandwerk zählt laut Bundesagentur für Arbeit weiterhin zu den Engpassberufen. Die Entwicklungsmöglichkeiten der Branche werden damit eher durch fehlende personelle Kapazitäten als durch eine mangelnde Nachfrage begrenzt.

Der durchschnittliche Auftragsbestand ist gegenüber der Vorjahresumfrage von 11 auf 13 Wochen gestiegen. Die Auslastung der Betriebe liegt unverändert bei 93 %. Die Aufträge kommen überwiegend aus dem Gewerbe (35 %), gefolgt von der Industrie (28 %), Privatkunden (25 %) und der öffentlichen Hand (12 %).

Hauswärmepumpen bleiben ein wichtiges Zukunftsfeld. 38 % der befragten Betriebe installieren Wärmepumpen im privaten Bereich, weitere 7 % planen den Einstieg in dieses Segment/Betätigungsfeld/geschäftsfeld. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt jedoch weiterhin in der Installation und Wartung von Klimaanlagen, gefolgt von Gewerbekälteanlagen.

Für Kältemittel werden wegen der fortschreitenden Verknappung von F-Gasen und verschärfter Quotenregelungen in den kommenden Monaten deutlich steigende Preise erwartet. Ein professionelles Kältemittelmanagement mit Rückgewinnung und Wiederaufbereitung gewinnt daher an Bedeutung, so der VDKF. Beim Umgang mit alternativen Kältemitteln bestehe noch Nachholbedarf: 52 % der Fachbetriebe können Propananlagen warten und installieren, bei CO2-Anlagen sind es 38 % und bei Ammoniak-Anlagen 10 %.

Die Unternehmensnachfolge bleibt laut VDKF eine der größten Herausforderungen im Handwerk. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) stehen in den kommenden fünf Jahren bis zu 130.000 Handwerksbetriebe vor einer Betriebsübergabe. Eine frühzeitige Planung sei dabei entscheidend, um den Fortbestand der Unternehmen zu sichern. Bei 28 % der Kälte-Klima-Fachbetriebe steht in den nächsten fünf Jahren eine Übergabe an. Davon sollen 46 % durch Verkauf an Externe und 44 % durch interne Nachfolge erfolgen.

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