
Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es um praktische Ableitungen zur Planung und zum Betrieb von Systemen der Gebäudeautomation (GA) am Beispiel eines Krankenhauses. Wie die Gebäudeautomation dort auch kritische Zustände mit klarer Priorisierung beherrscht, kann auch für andere Gebäudetypen als Muster dienen.
Was passiert, wenn in einem Krankenhaus gleichzeitig die Strom-, Fernwärme- und Wasserversorgung sowie die Datenverbindungen ausfallen oder bewusst getrennt werden? In einem solchen Krisenfall wird die Gebäudeautomation zur kritischen Infrastruktur: Sie muss Prioritäten setzen, wichtige Bereiche zuverlässig versorgen und auch ohne externe Netze funktionsfähig und bedienbar bleiben. Insbesondere Operationssäle, Intensiv- und Isolierbereiche benötigen stabile Druckverhältnisse, gesicherte Luft- und Kälteversorgung sowie eindeutig definierte Betriebszustände. Gleichzeitig müssen Normalpflegestationen, Notfallambulanz, Labore und technische Einrichtungen abgestuft mit Luft und thermischer Energie (Wärme/Kälte) versorgt werden. Dafür braucht es mehr als eine Notstromanlage. Erforderlich sind geplante Lastabwürfe, gestaffelte Wiederanläufe und eine Automationsebene, die unabhängig von Leitrechnern und Krankenhaus-IT betrieben werden kann und sicher weiterarbeitet.
Was sich daraus für die Planung und den Betrieb der Gebäudeautomation eines Krankenhauses ableitet, kann auch für andere Gebäudetypen als Muster dienen. So müssen beispielsweise bereits in der Planung die Bedingungen des sogenannten Inselbetriebs berücksichtigt werden. Wie TGA auch unter kritischen Zuständen mit klarer Priorisierung funktioniert, lesen Sie in Teil 3 der Serie „IT-Sicherheit im Kontext von Gebäudeautomation und TGA“ mit der Artikelnummer cci332458.
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