- Gebäudeautomation als kritische Infrastruktur im Krankenhaus
- Grundannahme: Das Krankenhaus als Insel
- Definierte Krisenbetriebsarten statt Eingriffe von Hand
- Lastabwurf und Wiederanlauf
- Einfache und belastbare Rückfallebene
- Geplante Trennung nach außen
- Netzaufbau und Schutz der Informationstechnik
- Raumlufttechnik in Operations-, Intensiv- und Isolierbereichen
- Außenbereich und Zufahrten
- Alarmierung
- Umsetzung entlang der Leistungsphasen
- Fazit
- Teile 1, 2 und 4 der Serie über IT-Sicherheit im Kontext von Gebäudeautomation und TGA
Die fortschreitende Digitalisierung macht die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) intelligenter, wirft aber zugleich komplexe Fragen zur Cybersicherheit auf. Im Spannungsfeld von IT- und OT-Sicherheit sowie von neuen regulatorischen Vorgaben wie NIS2 und KRITIS-Dachgesetz haben cci Wissensportal und Iconag Leittechnik die Serie „IT-Sicherheit im Kontext von Gebäudeautomation und TGA“ initiiert. In vier Teilen erläutern Experten aus Wissenschaft und Praxis die entscheidenden Handlungsfelder für sichere Gebäudeautomationssysteme.
Teil 3: Praktische Ableitungen für die Planung von GA-Systemen am Beispiel eines Krankenhauses
Für den Nato-Bündnisfall rechnet die Bundeswehr mit 300 bis 1.000 zusätzlichen Patienten täglich. Davon müsste etwa ein Drittel intensivmedizinisch versorgt werden. Diese Patienten wären überwiegend von zivilen Krankenhäusern aufzunehmen, obwohl dort möglicherweise weniger Personal zur Verfügung steht. Die erforderlichen Krisenbetriebsarten eines Krankenhauses müssen daher weitgehend selbsttätig oder mit wenigen, eindeutigen Handgriffen aktiviert werden können.
Bei der Krisenvorsorge im Krankenhaus denkt man zunächst an Netzersatzanlagen und Vorratstanks, den Krankenhausalarm und Notfalleinsatzpläne. Für Planer, Errichter und Betreiber raumlufttechnischer Anlagen liegt die entscheidende Aufgabe jedoch in der technischen Versorgung der Räume. Ob Operationssäle, Intensivstationen und Isolierzimmer im Ernstfall weiter genutzt werden können, hängt unter anderem von Raumklasse, Druckverhältnissen, Überströmrichtung und gesicherter Luft- und Kälteversorgung ab. Auch Normalpflegestationen bleiben auf eine funktionierende Gebäudeautomation angewiesen, etwa für Heizung, Trinkwasser und die Lüftung innenliegender Räume; im Krisenfall werden sie jedoch nachrangig versorgt. Die Gebäudeautomation hält die erforderlichen Betriebsbedingungen aufrecht.




Teile 1, 2 und 4 der Serie über IT-Sicherheit im Kontext von Gebäudeautomation und TGA
- Teil 1: Gebäudeautomation und TGA in Kritischer Infrastruktur (KRITIS) (hier klicken)
Autor: Christian Wild, Iconag-Leittechnik, Idar-Oberstein - Teil 2: Wenn Firewalls auf Feldbusse treffen: Das Zusammenspiel von IT- und OT-Sicherheit bei Planung und Betrieb von GA-Systemen (hier klicken)
Autor: Prof. Dirk Loomans, Hochschule Mainz - Teil 4: Notwendige Anforderungen an die Gebäudeautomation im Lastenheft für KRITIS-Einrichtungen (voraussichtlich 12. November 2026)
Autor: Christian Wild, Iconag-Leittechnik , Idar-Oberstein
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