
Welche Aufgaben und Herausforderungen, aber auch Potenziale für ein künftiges wirtschaftliches Wachstum ergeben sich durch die Umsetzung der Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes für Unternehmen der TGA und LüKK? Antworten auf diese und viele weitere Fragen lieferten vier Referenten den rund 40 Teilnehmern einer Fachtagung von cci Dialog am 3. November in Karlsruhe.
Die Umsetzung der Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) wird die TGA und LüKK in den nächsten Jahren erheblich fordern und prägen. Dabei geht es insbesondere darum, viele im GModG vorgegebene neue Herausforderungen bei der Installation von Neuanlagen, bei der Optimierung und beim Ersatz von Altanlagen sowie immense Aufgaben bei der energetischen Inspektion und Modernisierung von Gebäuden in den Bereichen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Gebäudeautomation umzusetzen (siehe Artikelnummer cci333798).
Diese Themen sowie grundsätzliche Inhalte und Vorgaben des GModG standen im Mittelpunkt der Fachtagung „GModG und DIN EN 16798 Teil 3 – Neue Regeln für die LüKK sicher in die Praxis umsetzen“, zu der 40 Planer, Gerätehersteller, Anlagenbauer und Betreiber am 3. November nach Karlsruhe kamen. Dass viele von ihnen sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem GModG beschäftigt haben, zeigten zahlreiche Fragen und die sich daraus ergebenden intensiven Diskussionen, die häufig tief in die Details des Gesetzes führten.

Bei der Tagung präsentierten und erläuterten Prof. Bert Oschatz vom ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden, Prof. Michael Krödel vom Institut für Gebäudeautomation und Gebäudetechnik an der TH Rosenheim, Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima, und Dr.-Ing. Manfred Stahl, Herausgeber von cci Zeitung, auch anhand von Beispielen, wie die Vorgaben des GModG zu interpretieren und in den kommenden Jahren in die Praxis umzusetzen sind. Dabei ging es um folgende Themen:
– Nationale Umsetzung der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie EPBD im GModG (Dr. Stahl)
– Anforderungen des GModG an heiztechnische Anlagen (Prof. Oschatz)
– Anforderungen des GModG an RLT- und Klimaanlagen (Claus Händel)
– Anforderungen des GModG an Gebäudeautomation und Gebäudesteuerung (Prof. Krödel)
– Anforderungen des GModG an energetische Inspektionen von Klima- und Lüftungsanlagen sowie weitere Anforderungen an Gebäude und Gebäudetechnik (Dr. Stahl)
Vertiefende Informationen zu all diesen Themen finden sich in der Serie „Anforderungen an LüKK-Anlagen im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz“ in cci Zeitung:
– Generelle Vorgaben des GModG (Ausgabe 8/2026)
– Vorgaben an die Gebäudeautomation (Ausgabe 10/2026)
– Vorgaben an energetische Inspektionen von Klima- und Lüftungsanlagen (Ausgabe 11/2026)
– Vorgaben an Lüftungs- und Klimaanlagen sowie die Raumqualität (Ausgabe 12/2026)
– Vorgaben zu energetischen Renovierungen von Nichtwohngebäuden (in Ausgabe 13/2026, die am 23. November erscheint).
In einem abschließenden Vortrag stellte Claus Händel, Vorsitzender des europäischen Normungsgremiums der EN 16798 Teil 3, den im Oktober als Neufassung erschienenen Weißdruck der DIN EN 16798 „Lüftung von Nichtwohngebäuden – Leistungsanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen und Raumkonditionierungssysteme“ vor. Zu dieser für die LüKK sehr wichtigen technischen Regel finden sich in cci Wissensportal zwei Zusammenfassungen: Teil 1 behandelt allgemeine Inhalte und Vorgaben der Norm (Artikelnummer cci331817), Teil 2 befasst sich ergänzend mit dem zugehörigen, für Deutschland gültigen nationalen Anhang (Artikelnummer cci331844).
Dass viele Teilnehmer bereits während der Tagung anregten, cci Dialog möge im Jahr 2027 eine weitere Veranstaltung mit Updates zum GModG durchführen, zeigt die große Zufriedenheit der Anwesenden mit den vorgetragenen Inhalten.
cci333967
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