CoolNet-Radar macht kalte Wärmenetze sichtbar

Amir Giebel ist Geschäftsführer des Bundesverbands Kalte Wärmenetze (BVKW), Bielefeld. Er ist überzeugt: „Kalte Wärmenetze sind die nächste Generation von Quartiersinfrastruktur für Wärme und Kühlung.“ (Abb. © BVKW)

Wo sind kalte Wärmenetze bereits Realität? Welche Wärmequellen nutzen sie, und wie unterscheiden sich die Projekte? Der Bundesverband Kalte Wärmenetze will Erfahrungen aus entsprechenden Projekten leichter zugänglich machen. Der Verband hat hierzu eine neue Projektlandkarte für kalte Wärmenetze entwickelt.

Kalte Wärmenetze erschließen lokale Umwelt- und Abwärme für die Versorgung von Gebäuden. Das Netz transportiert die Energie auf einem niedrigen Temperaturniveau; Wärmepumpen in den angeschlossenen Gebäuden erzeugen daraus die benötigte Heizwärme und das Warmwasser. Für Kommunen und andere Projektverantwortliche stellt sich dabei eine praktische Frage: Wo gibt es bereits Erfahrungen, an die sich anknüpfen lässt?

Hier will die Projektlandkarte „CoolNet-Radar“ für kalte Wärmenetze ansetzen, die der Bundesverband Kalte Wärmenetze (BVKW), Bielefeld, entwickelt hat und nun präsentiert, um Erfahrungen aus entsprechenden Projekten leichter zugänglich zu machen (cci Branchenticker hatte das Projekt vorgestellt, siehe cci325191). Die Projektlandkarte fasst Projekte in einer gemeinsamen Übersicht zusammen und macht ihre räumliche Verteilung, die genutzten Wärmequellen und unterschiedliche Projektkonzepte sichtbar. Damit bietet CoolNet-Radar laut Verband einen Ausgangspunkt, um Praxisbeispiele zu finden, vergleichbare Aufgabenstellungen zu erkennen und den fachlichen Austausch anzustoßen.

Der BVKW verfolgt damit das Ziel, Erfahrungen aus einzelnen Vorhaben für weitere Projekte nutzbar zu machen. Kommunen erhalten Anregungen für die Wärmeversorgung vor Ort. Stadtwerke und Betreiber können sich mit unterschiedlichen Versorgungskonzepten auseinandersetzen. Planer und Projektentwickler finden Referenzen und Anknüpfungspunkte für eigene Vorhaben.

Neben der Landkarte präsentiert der Verband die Ergebnisse seiner Datenerhebung. Sie sollen helfen, den dokumentierten Umsetzungsstand kalter Wärmenetze besser einzuordnen und Muster innerhalb der erfassten Projekte zu untersuchen. Die Verbindung aus Projektübersicht und Auswertung soll eine fundiertere Grundlage für die fachliche Diskussion über die weitere Entwicklung der Technologie schaffen. In einer kostenfreien Online-Veranstaltung am 9. November stellt der BVKW allen, die sich mit der Planung, Entwicklung und Umsetzung kalter Wärmenetze beschäftigen, CoolNet-Radar vor. Zur Anmeldung

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