
Der Austausch alter Heizungen in Deutschland verläuft weiterhin schleppend. Nach aktuellen Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks nutzen noch rund 19,5 Mio. Heizungsanlagen und Warmwasserheizer fossile Energieträger. Gleichzeitig gelten etwa 9 Mio. Heizungsanlagen als technisch veraltet.
Der Austausch fossiler Heizsysteme in Deutschland kommt nur langsam voran. Das zeigen aktuelle Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks zum Heizungsbestand. Wie der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV), Sankt Augustin, im Mai mitteilte, nutzten im vergangenen Jahr rund 19,5 Mio. Heizungsanlagen und Warmwasserheizer fossile Energieträger. Gegenüber 2024 sank ihre Zahl zwar um 2 %, der Austausch fossiler Heizsysteme verläuft jedoch weiterhin schleppend. Als zentrales Problem nennt der Verband das hohe Betriebsalter der Anlagen: Mehr als 86 % der Ölheizungen sowie rund zwei Drittel der Gasheizkessel sind älter als 20 Jahre.
Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), Köln und Berlin, gelten derzeit etwa 9 Mio. der rund 21,5 Mio. installierten Heizungsanlagen in Deutschland als technisch veraltet. Rund 3,9 Mio. Anlagen beziehungsweise knapp 18 % wurden nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin, vor 1995 installiert und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik.
„Der Produktionsstandort für Heizungsanlagen in Deutschland steht unter Druck“, warnt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. Neben politischen Unsicherheiten sieht Staudt auch in der kommunalen Wärmeplanung eine Ursache für die Investitionszurückhaltung. Viele Haushalte verschieben Entscheidungen, solange unklar bleibt, welche Wärmeversorgungslösungen ihre Kommune künftig vorsieht. Verstärkt werde dieser Trend durch die schwache Neubaukonjunktur.
cci326089
Jede Art der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder Bearbeitung, auch auszugsweise, ist nur mit gesonderter Genehmigung der cci Dialog GmbH gestattet.









