Freiburger Startup Qurie geht mit kalorischer Kühltechnologie in den Markt

Das Gründungsteam der Qurie GmbH um Dr. Kilian Bartholomé (links) und Dr. Christian Vogel (2. von rechts) vor den frisch bezogenen Labor- und Büroräumen im Freiburger Gewerbegebiet Haid. (Abb. © Fraunhofer)

Aus dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) ist Anfang des Jahres die Qurie GmbH hervorgegangen. Das Unternehmen entwickelt festkörperbasierte Wärmepumpen auf Basis elektrokalorischer Materialien. Nachdem im April eine erste Finanzierungsrunde stattgefunden hat, will das Unternehmen nun den Markt für Schaltschrankklimatisierung und Laserkühlung adressieren.

Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik (IPM), Freiburg, will mit einem neuen technologischen Konzept Bewegung in den Markt für Kühlsysteme bringen. Wie Fraunhofer mitteilt, ist die Qurie GmbH bereits Anfang des Jahres aus dem Fraunhofer IPM hervorgegangen. Das Unternehmen entwickelt festkörperbasierte Wärmepumpen auf Basis elektrokalorischer Materialien, mit denen sich Wärmepumpen ohne Verdichter realisieren lassen. Das hat laut Fraunhofer IPM viele Vorteile: Während verdichterbasierte Wärmepumpen maximal 50 % des thermodynamisch möglichen Wirkungsgrades erreichen, liege die theoretische Effizienz kalorischer Systeme bei über 80 %. Kalorische Wärmepumpen benötigen keine Kältemittel, sind nach IPM-Angaben geräusch- und wartungsarm und können perspektivisch günstiger produziert werden.

Nun gehen die Forscher des Instituts mit Qurie den Schritt in den Markt. Das Unternehmen mit zunächst sechs Mitarbeitern hat als ersten Markt die Schaltschrankklimatisierung und Laserkühlung im Blick. Ausgehend von diesen Nischenmärkten sollen in der Folge elektrokalorische Systeme für die gewerbliche Kühlung und später auch für den Endkundenmarkt entwickelt werden.

Im April fand eine erste Finanzierungsrunde statt, unter anderem mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und dem Technologie-Transfer Fonds TT49 des European Investment Fund (EIF). Bis Ende 2026 werden die Entwicklungsarbeiten parallel zum Start des Unternehmens im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert Forschungsprogramms unterstützt.

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