
Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es darum, dass Gebäude- und Fertigungstechnik miteinander kommunizieren müssen. Denn die Fabrik der Zukunft entsteht dadurch, dass Gebäude-, Fertigungs- und Energietechnik intelligent zusammenarbeiten. Gemeinsame Daten, klare Zuständigkeiten und vernetzte Systeme machen Produktionsstandorte effizienter, nachhaltiger und fit für KI.
In Produktionsgebäuden reicht klassisches Facility Management heute nicht mehr aus, um ein Optimum an Energie- und Kosteneffizienz zu erzielen. Vielmehr müssen Gebäudetechnik, Fertigung und Energieversorgung gemeinsam gedacht werden. Das sagt Frank Schröder, Director of efficient Technologies/Corporate Facility Management, beim Automatisierungshersteller Phoenix Contact und einer von drei Leitern des Arbeitskreis „Gebäudebetrieb 4.0“ im Deutschen Verband für Facility Management (German Facility Management Association, gefma). In einem ausführlichen Fachbeitrag zeigt er, dass industrielle Gebäude durch die Verknüpfung von Produktions-, Energie- und Gebäudedaten aktiv zur Wertschöpfung beitragen.
Voraussetzung dafür sind klare Verantwortlichkeiten zwischen Fertigung und Facility Management sowie sauber organisierte Schnittstellen. Denn während die Produktion für Maschinen und Prozesse zuständig ist, verantwortet das Facility Management Gebäude, technische Infrastruktur und gebäudenahe Versorgungssysteme. Gerade in diesen Übergangsbereichen entscheiden laut Schröder Transparenz und eindeutige Betreiberkonzepte über einen sicheren und effizienten Betrieb.
Zentrale Grundlage für die Fabrik der Zukunft ist demnach ein gemeinsames Datenmodell. Statt immer mehr Einzelsysteme über Schnittstellen zu verknüpfen, sollten alle Beteiligten auf dieselbe strukturierte Datenbasis zugreifen. „Nur so lassen sich Datensilos vermeiden, Prozesse automatisieren und standortweite Energie- und Ressourcensysteme intelligent steuern“, sagt Schröder. Als wichtige Bausteine nennt er standardisierte Modelle wie die Asset Administration Shell und den Digital Product Passport. Diese könnten helfen, Gebäude, Anlagen und Komponenten über ihren gesamten Lebenszyklus digital transparent zu machen. Auf dieser Basis werde auch Künstliche Intelligenz nutzbar: für bessere Entscheidungen, vorausschauende Wartung und optimierte Energieflüsse. Fazit: Die Fabrik der Zukunft wird datenbasiert, vernetzt und lernfähig – und ihre Gebäude werden zu aktiven Mitspielern.
Den ausführlichen Fachbeitrag „Gebäude- und Fertigungstechnik müssen miteinander kommunizieren“ von Frank Schröder finden Sie unter cci327712 in cci Wissensportal.
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