ILK Dresden erweitert Prüfungen an Verdichtern

Der bisherige ILK-Prüfstand für Kältemittelverdichter bis maximal 28 m³/h. Ab Herbst kann das Institut Propanverdichter bis 48 m³/h prüfen. (Abb. © ILK)

Seit vielen Jahren ist das ILK Dresden auf dem Gebiet der Entwicklung und Prüfung von Kälte- und Wärmepumpentechnik tätig, so auch in der Untersuchung von Kältemittelverdichtern. Ab Herbst dieses Jahres erweitert das Institut sein Prüfspektrum auf Verdichter bis 48 m³/h, die mit dem Kältemittel Propan arbeiten.

Das Institut für Luft- und Kältetechnik gGmbH (ILK), Dresden, entwickelt Prüfstände für Wärmepumpen und Verdichter. Ab Herbst dieses Jahres werden auch Prüfungen an Verdichtern mit einer Förderleistung/Luftvolumenstrom bis 48 m³/h möglich, die mit dem Kältemittel Propan (R290, GWP 0,02) arbeiten, teilt das ILK mit. Damit wird nach Institutsangaben der bisherige Leistungsumfang um 60 % vergrößert. Verdichter mit einer Förderleistung von 48m³/h sind nach Aussage eines ILK-Sprechers typischerweise in Wärmepumpenanwendungen und Kälteanlagen mittlerer Größe zu finden.

Eine neu entwickelte Automatisierungslösung ermöglicht neben Messungen der Kälteleistung nach DIN EN 13771 „Kältemittel-Verdichter und Verflüssigungssätze für die Kälteanwendung – Leistungsprüfung und Prüfverfahren – Teil 1: Kältemittel-Verdichter“ (2016) auch differenzierte Stress- beziehungsweise Lifetime-Tests. Ergänzend zu diesen Leistungs- und Lebensdaueruntersuchungen ermöglichen Zustandsanalysen sowie Untersuchungen des dynamischen Ölverhaltens laut ILK eine gezielte Bewertung der Betriebszustände, die für Zuverlässigkeit und Lebensdauer maßgeblich sind.

Das ILK Dresden ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut für Luft-, Kälte- und Energietechnik in Deutschland und hat Auftraggeber aus Industrie, Mittelstand sowie Bund, Länder und Kommunen. Der Fokus liegt nach Aussage des ILK auf anwendungsnaher Forschung, Technologietransfer und nachhaltigen Energiesystemen – von der Kryotechnik bei -273 °C bis zur Hochtemperaturtechnologie bis +1.000 °C. Seit vielen Jahren ist das Institut auf dem Gebiet der Entwicklung und Prüfung von Kälte- und Wärmepumpentechnik tätig, so auch in der Untersuchung von Kältemittelverdichtern. Das notwendige Know-how für die Bewertung der Maschinen wurde nach Angaben des ILK insbesondere in den folgenden Förderprojekten erarbeitet:

  • Energieeffizienz von Kältemittelverdichtern (BMWi EN FKZ IW073034)
  • Mehrfach-Zwischeneinspritzung an Rollkolbenverdichtern (BMWi EN FKZ VF120022)
  • Prüfstand und Prüfverfahren für Verflüssigungssätze (BMWi EN FKZ MF150072)
  • Verfahren für Verdichterschutz (BMWi EN FKZ MF150165)

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