
Das IKKU an der Hochschule Karlsruhe hat sein 20. Bestehen gefeiert. In diesem feierlichen Rahmen hat das Institut auch Prof. Michael Arnemann, einen seiner zehn Professoren und Gründer, in den Ruhestand verabschiedet. cci Branchenticker war vor Ort.
Aus zehn werden neun: Am 19. Juni hat das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU), das größte fakultätsübergreifende Forschungsinstitut an der Hochschule Karlsruhe, mit 160 Gästen sein 20. Bestehen gefeiert. Einen Wermutstropfen gab es aber auch: Das Institut hat in diesem Rahmen Prof. Michael Arnemann, einen seiner zehn Professoren, in den Ruhestand verabschiedet.
Arnemann ist seit 2004 als Professor für Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik an der Hochschule Karlsruhe (HKA) tätig und war 2006 einer der Gründer des IKKU, gemeinsam mit Prof. Michael Kauffeld und Prof. Jan Hoinkis. Schon damals war ein wichtiger Schwerpunkt die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden und der Kälte-Klima-Industrie. cci Zeitung hatte damals über die Gründung des Instituts berichtet.

Aktuell arbeiten am Institut also noch zehn, bald nur noch neun Professorinnen und Professoren sowie über 40 wissenschaftliche Mitarbeiter, Promovierende und Studierende in sechs Forschungsgruppen. Die größte Forschungsgruppe ist die Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik, in der auch Prof. Arnemann angesiedelt war. Oder sollte man eher sagen: ist? Denn komplett verzichten muss das Institut vorerst noch nicht auf ihn. „Ich bin ja eigentlich schon seit März im Ruhestand“, verriet Arnemann gegenüber cci Branchenticker, „aber ich habe doch noch einen Lehrauftrag angenommen.“
Arnemanns langjähriger beruflicher Wegbegleiter und Freund, Prof. Eckhard Groll (School of Mechanical Engineering an der Purdue University, USA) hielt die offizielle Laudatio zu seiner Verabschiedung. Nach der Erwähnung von Arnemanns Errungenschaften mit seiner wissenschaftlichen Arbeit, seines Beitrags zur Weiterentwicklung der Kälte- und Klimatechnik und seiner Arbeit als Vorsitzender des Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Vereins (DKV), dem er 1990 beigetreten war, wurde Groll persönlich. Er begründete aus seiner Sicht, was das Besondere an Arnemanns langjähriger Tätigkeit war: die Freude an der Lehre und am Umgang mit jungen Menschen. „Ich denke, Michael liebt den Job“, brachte Groll es amerikanisch-lässig auf den Punkt. Der Zusatz, er habe die Arbeit so lange sicher nicht des Geldes wegen gemacht, sorgte für Schmunzeln im Publikum. Arnemann und Groll hatten sich 1990 noch zu Studentenzeiten am Institut für Kältetechnik und Angewandte Wärmetechnik (IKW) an der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Horst Kruse kennengelernt und sind schnell Freunde geworden. Groll ging später in die USA, aber die Freundschaft hält bis heute, über die große Entfernung hinweg. Und so beurteilt Groll den „angeblichen“ Ruhestand Arnemanns wie folgt: „Wer nun glaubt, Michael wird sich zur Ruhe setzen, der irrt sich. Er wird weiterhin im Keller seines Hauses die Lüftungstechnik voranbringen. Ich würde mich wundern, wenn er nicht noch eine Schippe drauflegt.“ Und er schloss seine Laudatio mit den Worten: „Danke für die vielen Jahre, auch als Freund.“
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