Leserstimmen: Verbandsaustritte und Meinungen

(Abb. © tadamichi/stock.adobe.com)
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Der Austritt der Rentschler Reven GmbH, Sersheim, aus sämtlichen Industrieverbänden beschäftigt unsere Leser. Kommentare lösten auch zwei „Meinungen“ der Redaktion aus. Lesen Sie hier Auszüge von Leserkommentaren zu Beiträgen in cci Zeitung, zu Meldungen in cci Branchenticker und zu Artikeln in cci Wissensportal.

Die Branchenticker-Meldung „Reven hat die Nase voll von Verbandsarbeit“ (7. März) (cci197936) provozierte einige Kommentare.

Bernd Neupert schreibt: „Es kann jeder machen was er will und eine schlechte Meinung zur Verbandsarbeit haben. Ich finde es nur schade, wenn dabei alles schlecht gemacht wird, um PR-mäßig zu glänzen.“
Reven-Geschäftsführer Sven Rentschler reagierte: „Es war nicht meine Absicht, aus dieser Entscheidung eine PR-Aktion zu machen. (…) Ich notiere ja in meinem Artikel und den damit verbundenen Erläuterungen, dass es in Deutschland sicherlich auch moderne, zeitgemäße und fortschrittlich agierende Verbände gibt, leider kann ich dies jedoch zumindest in den Bereichen, wo wir seit Jahrzehnten tätig sind – der industriellen Luftreinhaltung und Küchenlüftung – in den überwiegenden Fällen so nicht beobachten. Das, was Sie so nun behaupten, entspricht a) nicht den Tatsachen und ist b) eine viel zu einfache Verkürzung des Sachverhalts zu unserer Entscheidung. (…)“
Reinhard Siegismund schaltet sich ein: „Auch ich finde manche Aktionen oder fehlende Aktionen meiner Berufsverbände immer wieder nicht ausreichend genug. Aber als Fachleute zusammen können wir ganz bestimmt mehr erreichen als allein. Als Mitglied kann man doch sagen: ‚Wir sind der Verband‘ und wir wollen unsere Anliegen durchsetzen. (…) Normen und Richtlinien können, auch für die Küchen und andere Erzeuger von belastender Abluft, besser gemeinsam mit der Wissenschaft, Herstellern, Anwendern, Planern und Gutachtern erarbeitet werden. Allein ist das sehr schwer.“
Sven Rentschler antwortet: „Ja, da haben Sie vollkommen Recht und in der Theorie ist das ganz exakt so wie Sie das hier notieren. Leider ist dann aber die gelebte Praxis eine ganz andere Realität. (…) Zumindest in den Branchen, in denen ich aktiv bin, liegt der ganz ganz große Fokus auf dem eigenen persönlichen und wirtschaftlichen Vorteil. Es mag andere Branchen geben, wo das nicht so ist, leider kann ich es für unsere Bereiche so nicht bestätigen.“
Udo Jung ergänzt: „Den Beitrag im Branchenticker und Ihr Statement habe ich mit Interesse – und auch ein wenig Bedauern – gelesen. Natürlich kann man über die Verbandsarbeit unterschiedlicher Meinung sein. Aber: Es geht dabei nicht nur um die Interessen des Einzelnen, sondern immer um das große Ganze. Gerade in der heutigen Zeit und in so großen Verbänden wie dem VDMA. Wenn man sich für Nachhaltigkeit und den Klimaschutz einsetzen möchte, ist es meiner Meinung nach ein Muss, sich in Verbänden zu engagieren. Gerade hier gilt das Motto „gemeinsam sind wir stark“! Alleine wird man, außer einer kurzen Meldung im Branchenticker und dem Versuch, die von anderen gestalteten Branchenregeln zu erfüllen, nichts tun können. (…)“

Zur Meinung „Die beste Nachwuchskampagne überhaupt“ von Sabine Andresen vom 1. März, cci197359 hat Prof. Udo Gieseler, FH Dortmund folgenden Kommentar: „Das klingt super, passt in unsere Zeit, auch sicher eine schöne Erfahrung für die ‚Zukunftshelden‘. Ich persönlich, als technisch interessierter Messebesucher, möchte gerne über die Produkte auch technische Details erfahren. Das funktioniert schon heute mit dem überwiegend dort vertretenen vertriebsorientierten Personal nicht wirklich gut. (…)“

Olaf Mayer kommentierte die „Meinung: Schickt die EU die LüKK in die Vollkatastrophe?“ (22. Februar, cci196584) von Dr. Manfred Stahl folgendermaßen: „Heute haben wir Gesprächsstoff über PFAS und morgen über Propan. Wir werden immer weiter versuchen unsere Kälteanlagen so zu verbessern und damit den sicheren Umgang im Einklang mit der Umwelt fortzusetzen. Das stand schon immer auf der Agenda der Fachbetriebe für Klima- und Wärmepumpenanlagen. (…)“

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