
Am heutigen ersten Chillventa-Messetag hat Panasonic Heating & Cooling Solutions zu einer Pressekonferenz eingeladen. Der Anbieter von Klima- und Lüftungstechnik hat unter anderem neue Wärmepumpen für Wohn- und Gewerbegebäude sowie Labortestergebnisse zum Potenzial der „nanoe-X“-Technologie zur Hemmung allergener Pollen vorgestellt.
Panasonic Heating & Cooling Solutions informierte am ersten Chillventa-Messetag auf einer Pressekonferenz über seine Aktivitäten in Europa und stellte neue Technologien sowie Forschungsergebnisse vor. Toshikatsu Fukunaga, CEO der Hydronic Solutions & Data Centre Business Division, Enrique Vilamitjana, Managing Director von Panasonic Heating & Cooling Europe, sowie José Manuel Alves, Regional Director für DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), erläuterten die Pläne des Unternehmens. anasonic bekräftigte dabei sein langfristiges Engagement in Europa. Das regionale Netzwerk umfasst nach Angaben von Panasonic mehr als 25 Vertriebsbüros, über 40 Schulungszentren und vier Produktionsstandorte. Europa bleibe eine langfristige Priorität, sagte Fukunaga.
Mit Blick auf steigenden Kühlbedarf, die Dekarbonisierung und die Kältemittelumstellung betonte Panasonic, auf die Anforderungen der EU-F-Gas-Verordnung ab 2027 vorbereitet zu sein und sein Portfolio an Technologien mit niedrigerem GWP kontinuierlich zu erweitern. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben unter anderem auf Propan (R290, GWP 0,02) für Hydronic-Anwendungen, also wassergeführte Heiz- und Kühlsysteme, und R32 (GWP 675) für VRF-Systeme.
Vorgestellt wurde die neue „Aquarea M Series“ mit dem Kältemittel R290 und Leistungen von 3 bis 9 kW. Die für den Einsatz in Wohngebäuden konzipierte Baureihe soll ab April 2027 verfügbar sein und bis zu einer Außentemperatur von -28 °C heizen können. Auch die Split-Variante „Aquarea N Series“ mit dem Kältemittel R454C (GWP 146), Leistungen von 3 bis 9 kW und Heizbetrieb bis -25 °C ist im Portfolio. Für größere Anwendungen präsentierte Panasonic die bereits eingeführte Luft/Wasser-Wärmepumpe „ECOi-W AQUA-G EVO“ mit R290 und Leistungen von 60 bis 800 kW.
Außerdem präsentierte Panasonic die Gebläsekonvektoren „FK1“ und „FF1“, die mit der „nanoe X“-Technologie ausgestattet sind. Nanoe X ist eine Panasonic-Technologie, die mithilfe der Luftfeuchtigkeit winzige Wasserpartikel mit reaktionsfähigen Hydroxylradikalen erzeugt und im Raum verteilt. Prof. Lorenzo Cecchi, Facharzt für Allergologie und klinische Immunologie von der Universität Florenz, erläuterte passend dazu neue Labortestergebnisse. „Dies ist eine vielversprechende Technologie, die zu einer besseren Raumluftqualität beitragen könnte. Die Tests zeigten das Potenzial der nanoe-X-Technologie, die Allergenität von im Raum verbleibenden Pollen zu reduzieren“, so Cecchi.
Untersucht wurden zwölf in Europa verbreitete Pollenarten aus den Gruppen Gräser, Bäume und Kräuter. Unter kontrollierten Bedingungen waren nach 24 Stunden bestimmte allergene Proteine in den behandelten Pollenproben weniger deutlich nachweisbar als in den unbehandelten Proben. Die Ergebnisse weisen laut Panasonic auf das Potenzial der Technologie hin, bestimmte Pollenallergene zu hemmen. Panasonic betonte, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien. Für die HLK-Branche sei die Untersuchung für ein breites Spektrum an Anwendungen in Wohn- und Gewerbegebäuden relevant.
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