Wenn die Kälteleistung regional variiert

Auf 28 Seiten befasst sich das Whitepaper mit den Auswirkungen klimatischer Unterschiede auf die tatsächliche Leistung kältetechnische Anlagen. (Abb. © Eurovent Certita Certification)

Donnerstag ist Techniktag. Heute geht es um den Einfluss klimatischer Unterschiede auf kältetechnische Anlagen. Ein neues Whitepaper von Eurovent Certita Certification zeigt, dass die tatsächlichen Leistungen von nicht-zertifizierten CO₂-Gaskühlern in Mittel- und Nordeuropa um bis zu 53 % und in warmen Regionen um bis zu 37 % unter den Herstellerangaben liegen.

Europa ist ein Kontinent mit vielen verschiedenen Klimazonen, in dem die saisonalen Temperaturen von Oslo bis Athen erheblich variieren. Und selbst innerhalb Deutschlands sind die klimatischen Bedingungen von Berlin nur bedingt mit denen von Freiburg zu vergleichen. Dem ist bei Planungs-, Konstruktions- und Kaufentscheidungen von kältetechnischen Anlagen Rechnung zu tragen. Wenn LüKK-Fachleuten keine für ihre Region und die dort vorliegenden Klimadaten zertifizierten Leistungsdaten vorliegen, kann es zu Diskrepanzen zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Leistung kommen. Darauf weist die Produktzertifizierungsstelle Eurovent Certita Certification SAS, Paris, hin.

Ein neues Whitepaper mit dem Titel „Über die Broschüre hinaus: Die Realität unzureichender Leistung von Kühlprodukten erkennen“ von Eurovent Certita Certification befasst sich ausführlich mit diesem Thema. Die Autoren stellen darin unter anderem fest, dass die Wärmeabgabe von CO2-Gaskühlern in Mittel- und Nordeuropa bis zu 53 % und in warmen Klimazonen bis zu 37 % unter den Herstellerangaben liegen kann.

In dem Whitepaper werden die wichtigsten Herausforderungen und Entwicklungen der HVACR-Industrie untersucht. Es beginnt mit kritischen Themen wie der Leistung und Nutzung von HFC- und HFO-Kältemitteln sowie der zunehmenden Verwendung natürlicher Kältemittel – insbesondere CO2 (R744, GWP 1) – und der Bedeutung einer unabhängigen Überprüfung von Komponenten und Anlagen durch Dritte. Außerdem werden die Folgen ungenauer Leistungsdaten untersucht, einschließlich der Risiken des Greenwashing.

Diese Themen führen zum Kern des Whitepapers: Leistung, Energieverbrauch, Betriebskosten und CO₂-Emissionen von nicht-zertifizierten CO₂-Gaskühlern. Hier sind deutliche Diskrepanzen zwischen den von Herstellern angegebenen Daten und den von Eurovent Certita Certification durch Laboruntersuchungen und die Simulation größerer Kühlsystem ermittelten Leistungen festzustellen. Das betrifft auch die Genauigkeit von Korrekturfaktoren, die Hersteller zur Vorhersage der Leistung von CO₂-Gaskühlern in verschiedenen Klimazonen verwenden.

Sylvain Courtey, Präsident von Eurovent Certita Certification, sagt dazu: „Dieses Whitepaper sendet eine klare Botschaft an die Branche. Denn es zeigt, wie wichtig zertifizierte Daten für den Aufbau einer vertrauenswürdigen und nachhaltigen Kältebranche sind.“

Die vollständigen Ergebnisse der Testreihe und der Gesamtsystemsimulationen sind in dem Whitepaper auf 28 Seiten zusammengefasst. Eine deutsche Übersetzung des Whitepapers mit dem englischen Originaltitel „Beyond the brochure: Exposing the reality of refrigeration product underperformance“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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