
Eine Auswertung des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe mit Hilfe der Branchensoftware „VDKF-LEC“ hat ergeben, dass die Kältemittel-Emissionen weiter gesunken sind. Inklusive Havarien lag die durchschnittliche Leckagerate 2025 über alle Anlagentypen hinweg bei nur noch einem Prozent. 2017 war sie mit 3,2 % noch dreimal so hoch.
Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), Bonn, hat über seine Branchensoftware „VDKF-LEC“ (LEC = Leakage and Energy Control, also Leckage- und Energieverbrauchskontrolle) anonymisierte Daten von fast 67.000 Anlagenbetreibern und rund 307.000 Kälte- und Klimaanlagen erhoben. Die Software erfasst vor allem Anlagen, bei denen eine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Dichtheitskontrolle besteht. Kleinanlagen werden daher nur begrenzt erfasst. Der Verband erstellt diese Statistik im jährlichen Turnus.
Die Auswertung hat ergeben, dass die durchschnittliche Kältemittel-Leckagerate weiter gesunken ist. Inklusive Havarien lag sie 2025 im Durchschnitt aller Anlagentypen (Klimaanlagen, Gewerbekälte, Industriekälte und Sonderanlagen) bei nur noch einem Prozent. 2024 betrug die Leckagerate zum Stichtag 1,07 %, nachkorrigiert 1,27 %. Die Nachkorrektur der Leckageraten hängt mit dem Stichtag zusammen, an dem der VDKF die Daten zieht. Nach diesem Stichtag kommen immer noch Nachmeldungen ins System, die sich auf das vergangene Jahr beziehen, sodass sich der Wert nachträglich noch einmal verändern kann, erläutert der Verband (Meldung in cci Branchenticker zur Auswertung 2024 siehe cci299826).
2017 war die Rate mit 3,2 % noch mehr als dreimal so hoch wie heute. Die höchsten Leckageraten haben Anwendungen in der Gewerbekälte (1,7 %), die niedrigsten im Bereich Splitklima (0,4 %). Diese Entwicklung wertet der Verband als einen beachtlichen Erfolg der gesamten Kälte-/Klimabranche. Hersteller, Anlagenbauer und Betreiber legen immer größeren Wert auf die Dichtheit von Anlagen, interpretiert der VDKF die Ergebnisse. Gründe hierfür sind aus Verbandssicht:
• ein gestiegenes Bewusstsein bei Betreibern und Fachbetrieben für die Umweltauswirkungen der direkten Emissionen von fluorierten Kältemitteln
• schärfere Vorgaben der novellierten F-Gase-Verordnung
• erweiterte Pflichten für Dichtheitskontrollen
• dichtere Bauweise von Anlagen
• gestiegene Kältemittelpreise
Der Anteil der direkten Treibhausgasemissionen (durch Leckagen) an den Gesamtemissionen wird im Verhältnis zu den indirekten Emissionen (durch Energieverbrauch) laut VDKF auf jeden Fall immer kleiner.
Eine ausführliche Auswertung der „VDKF-LEC“-Daten veröffentlicht der VDKF in den Ausgaben 5-6 und 7-8 der Verbandszeitschrift „VDKF Information“, die demnächst kostenfrei auf der VDKF-Homepage zum Download zur Verfügung stehen werden.
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