EPD-Umweltproduktdeklarationen: Transparenz zwischen Normierung und Praxis

Bereits in der Planungsphase eines Gebäudes ist es mit Blick auf Aspekt der Nachhaltigkeit entscheidend, die Umweltauswirkungen von Bauphase und Nutzung zu kennen. Zudem müssen Rückbau und Entsorgung mitgedacht werden. Neben klassischen Planungsmodellen sind dafür Lebenszyklusanalysen erforderlich – sowohl für einzelne Produkte als auch für ganze Gebäude.

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Diese Entwicklung ist Ausdruck eines grundlegenden Wandels in der Bau- und Immobilienbranche. Endliche Ressourcen, steigende Anforderungen an die Transparenz bezüglich Umweltauswirkungen sowie realistische Rückbau- und Recyclingkonzepte rücken stärker in den Fokus. Zeitgleich nimmt auch der gesetzliche Druck durch die Verpflichtung im Pariser Klimaabkommen zu. Die damit einhergehende Zielsetzung auf EU-Ebene bis 2030 55 % Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 einzusparen, zwingt die Beteiligten zu einem Umdenken. Umweltproduktdeklarationen sind dabei eine Möglichkeit, Emissionstransparenz zu schaffen und Planern, Ausführenden und Betreibern zugleich einen Ansatz zu bieten, fundierte Material- und Planungsentscheidungen zu treffen.

Abbildung 1: Das Greenhouse Gas Protocol unterteilt Treibhausgasemissionen in drei Bereiche: Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Anlagen, Scope 2 indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie und Scope 3 Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. (Abb. © Trox)
Abbildung 2: Die Module A bis C beschreiben die Umweltwirkungen eines Bauprodukts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Modul D zeigt mögliche Umweltvorteile durch Recycling oder Wiederverwertung über die Systemgrenze hinaus. (Abb. © Trox)
Abbildung 3: Eines von vielen Trox-Produkten mit EPD: Die Brandschutzklappe „FKRS-EU“ (Abb. © Trox)

*Alina Buchner, Product Manager Sustainability bei der Trox SE, Neukirchen-Vluyn (Abb. © Trox)

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Ein Kommentar zu “EPD-Umweltproduktdeklarationen: Transparenz zwischen Normierung und Praxis

  1. EPDs von TGA-Produkten sind für die LCA vor allem nützlich, um die Grauen Emissionen (Embodied Carbon) des Materialeinsatzes für Herstellung und Instandhaltung berechnen zu können. Für die Bestimmung der betrieblichen THG-Emissionen müssen die Bedarfe von Heizung, Lüftung u. Kühlung vorliegen, die von Gebäudetyp, Baualter und Nutzung abhängig sind. Eine LCA ist in die Zukunft gerichtet, um die Emissionen innerhalb des Lebenszyklusses abschätzen zu können. Die DGNB empfiehlt, Szenarien zugrunde zu legen, die eine Dekarbonisierung der Endenergieträger bis z. B. 2050 abbilden. Ohne Einsatz fossiler Endenergie werden die Betriebsemissionen abnehmen und häufig die Größenordnung der Grauen Emissionen erreichen. LCAs für Neubau und Sanierung sind Unikate und nur für komplette TGA-Systeme aussagekräftig. Die Kombination von Emissionen und Kosten im Lebenszyklus eines Gebäudes (LCA + LCC) ist ein mächtiges Werkzeug für Systementscheidungen und Absicherung der Werterhaltung einer Immobilie.

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