AGEB: Bericht zum Energieverbrauch 2020

Baggerschaufel für den Braunkohleabbau (Abb. © Sinuswelle/stock.adobe.com)
Baggerschaufel für den Braunkohleabbau (Abb. © Sinuswelle/stock.adobe.com)

Im Januar berichtete cci Wissensportal über eine erste vorläufige Statistik der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zum Energieverbrauch 2020 in Deutschland. Nun hat die AGEB ihren abschließenden „Bericht zum Energieverbrauch 2020“ mit endgültigen Zahlen veröffentlicht.

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Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2020 um 8 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und erreichte eine Gesamthöhe von 11.784 Petajoule (PJ) oder 402,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Wie die AGEB in ihrem am 7. April erschienenen Jahresbericht schreibt, hat die im Vergleich zum Vorjahr etwas mildere Witterung nur geringfügig (-0,6 %) zu dem beträchtlichen Verbrauchsrückgang beigetragen.
Hauptverantwortlich für den Rückgang des Energieverbrauchs auf ein historisches Tief waren die Auswirkungen der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Form rückläufiger Industrieproduktion, verminderter Verkehrsleistungen und veränderter Konsumgewohnheiten.


Entwicklung des Primärenergieverbrauchs 2020 in Deutschland – Veränderungen in Prozent (Gesamt 11.784 PJ oder 402,1 Mio. t SKE). Der Verbrauch an Primärenergie in Deutschland lag 2020 um insgesamt 8,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erreichte der Gesamtverbrauch eine Höhe von 11.784 Petajoule (PJ) beziehungsweise 402,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Mit Ausnahme der Regenerativen verzeichneten alle Energieträger Rückgänge.

Energieverbrauch nach Energieträger

Der Verbrauch von Mineralöl sank 2020 insgesamt um 11,9 % auf 3.973 Petajoule (PJ) oder 135,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Mit Ausnahme von leichtem Heizöl sowie Rohbenzin lag der Absatz aller Mineralölprodukte im Minus: Der Verbrauch von Dieselkraftstoff nahm um mehr als 7 % ab, bei den Ottokraftstoffen gab es einen Rückgang um fast 10 %. Der Verbrauch von Flugkraftstoffen brach sogar um mehr als 50 % ein. Der Zuwachs von rund 3 % beim leichten Heizöl dürfte vornehmlich auf Bestandsaufstockungen bei den Verbrauchern infolge der günstigen Preise und weniger auf einen echten Verbrauchsanstieg zurückzuführen sein.

Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2020 um 2,4 % auf 3.136 PJ oder 107,0 Mio. t SKE. Hauptursache für den Verbrauchsrückgang ist der gesunkene Erdgasbedarf der Sektoren Industrie (-4 %) sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (-5 %) infolge der Corona-Pandemie. In der Strom- und Wärmeerzeugung wurde hingegen mehr Erdgas eingesetzt. Bei den privaten Haushalten stieg der Verbrauch trotz vergleichsweise milderer Temperaturen um 2,5 %.

Der Verbrauch an Steinkohle lag 2020 um 16,6 % unter dem Vorjahreszeitraum und erreichte eine Höhe von 904 PJ oder 30,8 Mio. t SKE. Beim Einsatz von Steinkohle in den Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung betrug der Rückgang mehr als 26 %. Diese Entwicklung ist vornehmlich auf den rückläufigen Stromverbrauch, die höhere
Stromeinspeisung aus Wind- und PV-Anlagen sowie den stärkeren Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung zurückzuführen.

Der Verbrauch von Braunkohle verminderte sich 2020 um 17,8 % und lag bei rund 956 PJ oder 32,6 Mio. t SKE. Diese Entwicklung hat unterschiedliche Ursachen: Es wurden zusätzliche Kraftwerksblöcke in die Sicherheitsbereitschaft überführt und witterungsbedingt erhöhte sich die Stromeinspeisung von Wind- und PV-Anlagen. Hinzu kamen ungeplante Kraftwerksausfälle, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Stromverbrauch sowie durch niedrige Erdgaspreise bedingte Verschiebungen der Wettbewerbssituation auf dem nationalen und europäischen Strommarkt.

Bei der Kernenergie kam es 2020 infolge der planmäßigen Abschaltung des Kraftwerks Philippsburg zum Jahresende 2019 zu einem Rückgang der Stromproduktion um 14,2 %.

Die regenerativen Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch 2020 um insgesamt 3 % auf 1.961 PJ oder 66,9 Mio. t SKE. Die Wasserkraftwerke (ohne Pumpspeicher) lieferten 6 % weniger Strom als im Vorjahr. Dagegen stieg der Beitrag der Windkraft um 4 %. Die Solarenergie verzeichnete ein Plus von 8 %. Bei der
Biomasse gab es ein Plus von mehr als 2 %.

Weitere Verschiebungen im Energiemix

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