BBSR-Studie: Wandsysteme zur Heizung und Kühlung häufig unterschätzt

Welchen Einfluss haben Flächenheiz- und Kühlsysteme auf die thermische Behaglichkeit und den Energieverbrauch? Insbesondere bezogen auf Wandheizungen konnte die wissenschaftliche Forschung auf diese Frage bislang keine Antwort geben. Durch die Forschung von Wissenschaftlern der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) wurde gemeinsam mit dem Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) ein erster Beitrag geleistet, um diese Forschungslücke zu schließen. Im Rahmen des Forschungsprogramms Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) liegt seit Mai 2026 der Abschlussbericht einer im Oktober 2022 begonnenen Studie unter folgendem Titel vor:

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  • „Potenzial von Wandheizungen und -kühlungen zur Steigerung der thermischen Behaglichkeit und zur Reduktion von Wärmeenergie“

Die Studie hat einen Umfang von 115 Seiten plus 129 Seiten Anlagen (Fragebögen der Testpersonen) und steht unter „Anhänge“ zum Download bereit. Über die im Titel genannten Wandheizungen und -kühlungen hinaus beschäftigt sie sich auch mit Decken- und Bodentemperiersystemen. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags liegt der Fokus auf der thermischen Behaglichkeit.

Ein Manikin und zwei Testpersonen in der in der Zwei-Zonen-Klimakammer der RPTU in Kaiserslautern (Abb. © BVF)
Das PMV-Modell (Predicted Mean Vote) nach Fanger bewertet die thermische Behaglichkeit von Menschen in Innenräumen anhand einer siebenstufigen Skala von -3 (sehr kalt) bis +3 (sehr heiß). Anzustreben ist der neutrale Bereich. (Abb. © RPTU, Birke Schröter)
Das UCB-Modell (University of California, Berkeley, Comfort Model) verwendet zur Bewertung der thermischen Behaglichkeit eine neunstufige Skala von -4 (sehr unbehaglich) bis +4 (sehr behaglich). Anzustreben ist ein möglichst hoher Wert. (Abb. © RPTU, Birke Schröter)
Bei einer Fußbodenheizung und Dämmstandard nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) mit einem U-Wert von 0,24 W/m²K bewerten die Testpersonen die Behaglichkeit deutlich besser als vom UCB-Modell prognostiziert. (Abb. © RPTU, Birke Schröter )

*Alexandra Borke, Technikreferentin im Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) (Abb. © BVF)
**Birke Schröter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Bauphysik/Energetische Gebäudeoptimierung an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) (Abb. © Birke Schröter)

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