Technische Umsetzung der Anforderungen des GEG an die Gebäudeautomation (Teil 1)

Teil 1: Allgemeine technische Anforderungen

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Große Nichtwohngebäude haben enorme Energieeinsparpotenziale. Nach Auslegen der DIN/EN 15232 Teil 1 „Energieeffizienz von Gebäuden: Einfluss von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement“ (2017) durch den VDMA betragen sie beispielsweise 25 % für Hotels, 49 % für Einkaufszentren, 18 % für Kliniken und sogar 34 % für Schulen/Hochschulen sowie 39 % für Bürogebäude. Dem tragen die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie EPBD (Energy Performance of Buildings Directive, siehe cci271595) und damit verbunden das Gebäudeenergiegesetz (GEG, deutsche Lesefassung siehe cci262361) Rechnung und rütteln Betreiber und Inhaber von Nichtwohngebäuden auf. Denn deren neue Vorgaben verpflichten zur Gebäudeautomation. Sie schreiben vor, bis 31. Dezember 2024 Gebäudeautomations- und -steuerungssysteme sowie das Monitoring in allen bestehenden und neuen Nichtwohngebäuden ab 290 kW Gesamtnennleistung für Heizung und/oder Lüftung und Klimatisierung vorzusehen. Darunter fallen beispielsweise Geschäftsgebäude, Produktionsstätten, Bürogebäude, Schulen und viele kommunale Gebäude. Viele Betreiber von Immobilien müssen jetzt zeitnah Maßnahmen zur Digitalisierung sowie für mehr Transparenz und Energieeffizienz ergreifen. Aber wie können sich Immobilienbesitzer und Verwaltungen auf die Anforderungen vorbereiten und diese umsetzen? 

Rechtlicher Rahmen und Richtlinien Gebäudeenergie

International
– ISO EN DIN 50001 „Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ (2018)
– ISO EN DIN 52120 Teil 1, Entwurf „Energieeffizienz von Gebäuden – Einfluss von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement“ (2018) inklusive Liste der Funktionen für Energieeffizienz von Gebäuden
– ISO EN DIN 16484, Teil 1, Entwurf „Systeme der Gebäudeautomation (GA)“ (2022).


Europa
– VO (EU) 2019/2088 EU Taxonomie-Verordnung „Green Deal“
– Richtlinie 2010/31/EU (Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden / European Performance of Buildings Directive EPBD, Update 2024)
– Richtlinie 2012/27/EU „Energieeffizienzrichtlinie“ (EnEff-RL, 2004, Update 2021)
– DIN EN 15232 Teil 1 „Energieeffizienz von Gebäuden – Teil 1: Einfluss von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement“ (2017), unter anderem mit Auswirkungen von Gebäudeautomation und technischem Gebäudemanagement auf die Energieeffizienz von Gebäuden.
– DIN EN 16247 Teil 1 „Energieaudits: Allgemeine Anforderungen“ (2022).
 
Deutschland
– Gebäudeenergiegesetz (GEG): Zusammenfassung von Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), Umsetzung der European Performance of Buildings Directive (EPBD)
– DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung“ (2018)
– VDI-Reihe 3814 „Gebäudeautomation (GA)“ (2019)
(Abb. © Iconag)
Es gibt viele Vorgaben zum rechtlichen Rahmen (grau) sowie für Planung und Bau (blau), aber wenig konkrete Anleitungen, speziell für den Betrieb von Gebäuden (grün). (Abb. © Iconag)
(Abb. ???)
(Abb. © Iconag)

Autor: *Christian Wild ist Geschäftsführer der Iconag Leittechnik GmbH in Idar-Oberstein, einem Softwareunternehmen für herstellerneutrale Gebäudeleittechnik, Energiemanagement und Digitalisierung im technischen Gebäudemanagement. Wild war unter anderem acht Jahre Leiter des Regionalkreises Rheinland-Pfalz-Saarland der German Facility Management Association (GEFMA) und ist Mitglied im VDI- Richtlinienausschuss zur Novelle der VDI-Richtlinie 3814. Des Weiteren ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule Mainz und aktives Mitglied im Gutenberg Digitalhub in Mainz.

Vorschau: Teile 2 bis 4 der Serie über die technische Umsetzung der GEG-Anforderungen an die Gebäudeautomation

Welche konkreten Anforderungen sich aus dem GEG für die einzelnen Gewerke ergeben, wird mit Unterstützung verschiedener Experten der betroffenen Gewerke in den kommenden Monaten aufgezeigt:

  • Teil 2: Anforderungen des GEG an die Gewerke Kühlung und raumlufttechnische Anlagen
    Autor: Prof. Christoph Kaup, Vorsitzender des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK), Ludwigsburg, und Geschäftsführer Howatherm Klimatechnik GmbH, Brücken
  • Teil 3: Anforderungen an das Gewerk Heizung und Warmwasserversorgung
    Autor: Prof. Michael Krödel, Institutsleiter IGT – Institut für Gebäudetechnologie GmbH, Neubiberg
  • Teil 4: Anforderungen an das Energiemanagement und das Gebäudeautomationsmanagement
    Autoren: Christian Wild (s.u.) und Christoph Zeis, Geschäftsführer Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe GmbH, Nieder-Olm

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