Vom Spitzenwert zur Systemlogik: Dimensionierung und energetische Bewertung von Heizung und Kühlung

Die Dimensionierung von Heizungs- und Kühlsystemen erfolgt in der Praxis meist über getrennte Spitzenwertverfahren. Während die Heizlastberechnung gemäß DIN EN 12831 Teil 1 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast: Raumheizlast, Modul M3-3“ (2017, Entwurf 2025) zur maximalen Heizleistung unter normativen Randbedingungen führt, bestimmt die Kühllastberechnung nach VDI 2078 „Berechnung der thermischen Lasten und Raumtemperaturen (Auslegung Kühllast und Jahressimulation)“ (2015) analog den maximalen Kältebedarf. Diese Spitzenwerte bilden die Grundlage für die Auslegung der Anlagentechnik.

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Dieses Vorgehen ist etabliert, führt jedoch häufig zu Überdimensionierungen. Ursache ist die ausschließliche Betrachtung des absoluten Maximums, das nur für wenige Stunden im Jahr auftritt und selten mit der tatsächlichen Nutzung oder dem realen thermischen Verhalten des Gebäudes übereinstimmt. Anlagen werden so für seltene Extremzustände ausgelegt, was zu hohen Investitionen, ineffizientem Betrieb und eingeschränkter Nachhaltigkeit führt.

Hier setzt die Methode Building Design Days (BDD) von alware an. Statt abstrakter Spitzenwerte wird der stündliche Tagesgang eines repräsentativen extremen Tages betrachtet. Funktioniert die Dimensionierung an diesem Tag, ist sie für das gesamte Jahr geeignet. Die Auslegung wird damit von der Spitzenwertbetrachtung zu einer systemorientierten Analyse des Tagesgangs weiterentwickelt.

Abbildung 1: Stündliche Klimadaten (hier TRY-Region 04, Potsdam) als Teppich-Diagramme. Oben: Original-Daten des DWD. Unten: Design-Daten des CDD. (Abb. © alware)
Abbildung 2: Temperaturen von Raumluft, Zuluft und Außenluft (Abb. © alware)
Abbildung 3: Wärmebilanz des Raumes und Betriebsweise von Raumsystem und RLT-Anlage (Abb. © alware)
Abbildung 4: Leistungen des Raumsystems (Abb. © alware)
Abbildung 5: Korrelation der Temperaturen (Raum-, Zuluft-, Vorlauftemperatur) über der Außentemperatur (Abb. © alware)
Abbildung 6: Stündliche Leistungen von Raumsystem und RLT im Jahresgang (Abb. © alware)
Abbildung 7: Dauerlinien der Leistungen von Bodensystem und RLT für Heizung und Kühlung (Abb. © alware)

*Andreas Lahme, Geschäftsführer, alware GmbH – Ingenieurbüro für Bauphysik und Simulation von Gebäuden und Energiekonzepten, Braunschweig (Abb. © alware)

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