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15. Dezember 2017 Autor: Barbara Gschrey/Kristina Warncke

Aus dem Inhalt

  • Statistisches Bundesamt: HFKW-Verbrauch 2016 auf 84 % gesunken
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Die Daten für die drei Hauptbereiche

In den drei Haupteinsatzbereichen von HFKW - stationäre Kälte- und Klimatechnik, Mobilklima und sonstige HFKW (Aerosole, Dämmschaum) - ist 2016 der gesamte HKFW-Verbrauch von 17,6 auf 14,8 Mio. CO2-äquivalente Tonnen, also um 16 % gegenüber dem Basiswert 2009 bis 2012 gesunken. HFKW-Kältemittel in mobilen und stationären Anwendungen, die 80 % aller HFKW ausmachen, sind über 18 % weniger geworden und sanken von 14,6 auf 11,9 Mio. t CO2-Äquivalente. In den sonstigen Sektoren ging der HFKW-Verbrauch lediglich um 5 % zurück.

Stationäre LüKK-Anlagen
Die stationäre Kälte-Klimatechnik kam 2016 auf 83 % ihres Durchschnitts der Jahre 2009 bis 2012. Der Verbrauch umfasst die Erstbefüllung, die Umrüstung und das Nachfüllen von Kältemitteln in LüKK-Anlagen. Dabei gab es folgende Entwicklung: Während der Verbrauch von R134a unverändert bei 1,6 Mio. t CO2-Äquivalente lag, wurde der Rückgang praktisch allein durch R404A (einschließlich R507) verursacht. Denn auch der Verbrauch anderer Kältemittel wie R410A und R407C haben nicht abgenommen. Bei R404A (einschließlich R507) sank der Verbrauch um 1,6 Mio. t CO2-Äquivalente (von 5,1 Mio. t auf 3,5 Mio. t). Die Nachfüllung mit diesem Kältemittel blieb auf unverändert hohem Niveau. Erfreulich ist dagegen, dass die Erstbefüllung neuer Anlagen auf 32 % des Ausgangsniveaus von 2009 bis 2012 gesunken ist.

R404A und das in geringerem Umfang eingesetzte R507 haben bekanntlich extrem hohe GWP-Werte von über 3.900 und dürfen daher ab Januar 2020 als Frischware gar nicht mehr und zum Nachfüllen nur noch als Recyclingware eingesetzt werden. 2016 lag der Gesamtverbrauch an R404A-Frischware (Erstfüllung, Umrüstung, Nachfüllung) noch bei 890 t, entsprechend 3,5 Mio. t CO2-Äquivalente. Der komplette Verzicht auf R404A würde es erheblich erleichtern, auch die nächste Reduktionsstufe der F-Gase-Verordnung (2018 auf 63 % des Durchschnitts von 2009 bis 2012) sicher zu erreichen. Als Alternative zu R404A kommen im Supermarktbereich immer mehr Kälteanlagen vor allem mit dem natürlichen Kältemittel CO2 zum Einsatz.

Mobile Kälte-Klima-Anlagen

Der Rückgang bei den HFKW-Kältemitteln (Containerware, ohne vorgefüllte Importprodukte) geht auch auf den Bereich mobile Kälte-Klima-Anlagen zurück. Die Branche verbraucht zurzeit in metrischen Einheiten nicht viel weniger als 2009 bis 2012. Aber 2016 setzte der bei Neufahrzeugen gesetzlich vorgeschriebene Verzicht auf R134a spürbar ein: 20 % der neuen mobilen Klimaanlagen wurden mit dem HFO-Kältemittel R1234yf (GWP 4) befüllt. Das ist eine Verringerung um fast 500 t R134a gegenüber 2015, entsprechend 0,7 Mio. t CO2-Äquivalente.
Da die Fahrzeugbranche seit 2017 für Neufahrzeuge kein R134a mehr verwenden darf, ist in diesem Anwendungsbereich für 2017 mit einem weiteren Rückgang um 2.400 t (metrisch) zu rechnen. Dieser entspricht beim Einsatz von R1234yf anstelle von R134a einem CO2-Äquivalent von 3,4 Mio. t.

Autoren
Der Beitrag wurde von Barbara Gschrey und Kristina Warncke, Öko-Recherche Büro für Umweltforschung und -beratung, Frankfurt, erstellt und von der Redaktion überarbeitet. (Stand: Dezember 2017)

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Artikelnummer: cci63904
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