Seite 1 2 3 4 5 6 next page last page
31. März 2017 Autor: Hans Kranz
Bewertung (2) starstarstarstarstar
Kommentare (0) frei für angemeldete Mitglieder

Integere Kombination gebäudetechnischer Spezialsysteme

Bei Überlegungen über die Zusammenschaltung von Systemen für Gebäudesicherheit und Gebäudeautomation rücken die Aufgabendefinition der beteiligten Systeme in den Blickpunkt. Die Gefahrenmeldetechnik ist für die Sicherheit des Gebäudes, der darin arbeitenden Menschen und die installierten technischen Einrichtungen zuständig. Ohne eine gewerkeübergreifende Gebäudeautomation ist effiziente Betriebsführung nicht mehr denkbar. Die Gebäudetechnik wäre ohne sie nicht beherrschbar und nicht optimierbar.
Bei einer Zusammenschaltung dieser Systeme sind neben den technischen Möglichkeiten aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erläutern.

Gefahrenmeldeanlagen

Definition
Die DIN 276 „Kosten im Bauwesen “ zur Ermittlung der Kosten im Hochbau definiert unter der Kostengruppe "Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen" als Untergruppe 456 die Gefahrenmelde- und Alarmanlagen (GMA).

Einrichtungen und Funktionen

Zur Gruppe der Gefahrenmeldeanlagen gehören nach DIN VDE 0833 „Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall“ ("Grundgesetz" der Gefahrenmeldetechnik):

  • Gefahrenmeldeanlagen:
  • Brandmeldeanlagen (BMA)
  • Einbruchmeldeanlagen (EMA)
  • Überfallmeldeanlagen (ÜMA)
  • Übertragungsanlagen für Gefahrenmeldungen (ÜAG)
  • Dazu kommt die Gruppe der sogenannten Sicherungsanlagen:
  • Löschanlagen
  • Alarmanlagen
  • Video-Überwachungsanlagen (CCTV)
  • Zutrittskontrollanlagen
  • Wächterkontrollanlagen
  • Personennotsignalanlagen nach ZH1/217

Die Gruppe der Kommunikationssysteme:

  • Elektroakustik und Gegensprechanlagen (ELA / GELA)
  • Telefonanlagen
  • Personenrufanlagen (Paging)
  • Mobilfunkanlagen
  • Netzwerke

Aufgabe / Nutzen
Der Wunsch des Menschen nach Sicherheit ist so alt wie die Menschheit selbst. Er, der Mensch hat daher immer wieder versucht, das Erreichte - vor allem Hab und Gut - gut zu sichern, denn Brände, Raub oder Umweltkatastrophen stellten immer wieder das Erreichte in Frage. Der Psychologe Abraham Maslow hat wissenschaftlich erkannt, dass das Sicherheitsbedürfnis - nach Trinken und Essen - ein Grundbedürfnis des Menschen ist:
 

  1. Grundbedürfnisse: Trinken, Essen, Schlaf,Bewegungsdrang
  2. Schutzbegehren: Sicherheitsbedürfnis
  3. Soziale Bedürfnisse: Freundschafts- und Liebesbedürfnis
  4. Selbstachtung: Prestige und Statusbedürfnis
  5. Selbstverwirklichung: Fähigkeiten und Neigungen

Mit Hilfe einer Kosten/Nutzenanalyse kann die Gefahrenmelde- und Sicherungstechnik nicht unantastbar als wirtschaftlich belegt werden. Somit muss sich jeder Unternehmer die Frage stellen und beantworten, ob er für sein Unternehmen, seine Kunden und seine Mitarbeiter im Schadensfall ausreichende Vorsorge getroffen hat - sofern ihn der § 9 (1) der UVV VBG A1 nicht dazu zwingt, vor Gefahren zu schützen oder beim Eintritt derartiger zu warnen.

Geregelte Anforderungen
Wo höchste Rechtsgüter wie Leib und Leben betroffen sind gibt es Vorschriften, Richtlinien und Bestimmungen, in denen z. B. brandschutztechnische Anforderungen geregelt werden.

Klar ist: Vorschriften regeln Mindestvoraussetzungen.


Diese Regeln beschreiben neben gerätetechnischen Anforderungen vor allem die Planung, Errichtung und den Betrieb derartiger Anlagen. Für die Umsetzung dieser Vorschriften sorgt bei den brandschutztechnischen Maßnahmen der vorbeugende Brandschutz der Kommunen oder Kreise im Rahmen der Baugenehmigung. Die Sachversicherer sowie die Berufsgenossenschaften übernehmen diese Aufgabe bei den Überfall- und Einbruchmeldeanlagen.

Kriterien
Sicherheitsverantwortliche als Anwender der Gefahrenmeldetechnik listen eine Reihe von Kriterien auf, die sie als übergeordnete Erwartungen, als "Nutzen", unmittelbar mit der eingesetzten Technik verbinden.

Kriterien der Gefahrenmeldetechnik aus Kundensicht:

  • Ausfallsicherheit
  • Falschalarmquote
  • Schnelligkeit des Reparaturservice
  • Neuerste technischer Stand
  • Einfache Bedienung
  • Servicequalität
  • Liefersicherheit
  • Vertraulichkeit

Besonders hochrangig wird die Ausfallsicherheit, d. h. die ständige Funktionsbereitschaft eingestuft, dabei tritt der Preis eher in den Hintergrund.
Sicherheit entsteht durch ein Bündel von Maßnahmen, die interdisziplinär und sinnvoll aufeinander abgestimmt, ein geschlossenes, integeres System ergeben. Ziel ist Zeitgewinn, ständige Funktionsbereitschaft und flächendeckende Überwachung.

Seite 1 2 3 4 5 6 next page last page
Artikelnummer: cci56358

Login

Passwort vergessen


Tel.: +49(0)721/565 14-88

Kontextwerbung zum Thema

Folgende Unternehmen liefern Produkte, Systeme oder Dienstleistungen zu den Inhalten des nebenstehenden Beitrags:
  • Energiemanagement
  • Bussysteme
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Einzelraumregelung
  • Ventil
  • Raumautomation
  • Raumautomation
  • Gaswarntechnik
  • Gebäudeleitsystem
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Raumautomation
  • Hausautomation
  • Gebäudeautomation
  • Energiemanagement
  • Hausautomation
  • Sensorik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Gebäudeautomation
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Ventil
  • Luftqualitaetsmessung
  • Stellantrieb
  • Bussysteme
  • Energiemanagement

Ihr Ansprechpartner

rg.jpg





Rolf Grupp
Leitung cci Wissensportal
Fachwissen und
Erfahrungsaustausch online

Fon +49(0)721/565 14-17
mail_grau_rolf_grupp.gif

Mitglied werden - Mitreden

Forum NetzwerkSpectral-Design - Fotolia.com

 

Als Mitglied von
cci Wissensportal können Sie nicht nur Fragen und Antworten einsehen, sondern auch mitmachen.
Registrieren Sie sich gleich!

Was sagt mir die Ampel?

ampel_gruen_klein

Sie haben Zugriff auf den gesamten Inhalt des Artikels
ampel_gelb_klein

Sie haben Zugriff auf Teile des Artikels
ampel_rot_klein

Sie haben aktuell keinen Zugriff auf den Artikel

Angemeldete Benutzer sehen mehr „Grün“ als Gäste.
Und nur ein angemeldeter Benutzer kann gesperrte Artikel durch Kauf öffnen.
Mehr dazu …