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1. März 2017 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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  • Systemvergeich: VRF-Außengeräte vs. Wasserkühlsätze
  • VRF-Systeme
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Systemvergeich: VRF-Außengeräte vs. Wasserkühlsätze

Wasserkühlsätze haben sich zur Luftkühlung und -entfeuchtung in raumlufttechnischen Geräten bewährt. Mit VRF-Systemen stehen Alternativen zur Verfügung, deren Möglichkeiten die der Wasserkühlsätze übersteigen können.

Eine Setlösung zur gleichzeitigen Bereitstellung von Wärme, Warmwasser und Kälte bietet Mitsubishi Electric in der Kombination zwischen einem "Pumy"-Außengerät der "City Multi"-Baureihe und Inneneinheiten aus der "Ecodan"-Serie. "Pumy" erreicht im Kühlbetrieb einen EER bis 4,48 und beim Heizen einen COP bis 4,61. (Abb. Mitsubishi Electric)Eine Setlösung zur gleichzeitigen Bereitstellung von Wärme, Warmwasser und Kälte bietet Mitsubishi Electric in der Kombination zwischen einem "Pumy"-Außengerät der "City Multi"-Baureihe und Inneneinheiten aus der "Ecodan"-Serie. "Pumy" erreicht im Kühlbetrieb einen EER bis 4,48 und beim Heizen einen COP bis 4,61. (Abb. Mitsubishi Electric) Aufgrund guter Regelungseigenschaften mit konstanten Vorlauftemperaturen können Wasserkühlsätze besonders bei zulufttemperaturgeführten Lüftungsanlagen ihre Vorteile ausspielen. Ein Nachteil besteht darin, dass zur Vermeidung einer Einfriergefahr dem Wasser Glykol zugegeben werden muss. Durch diese Mischung wird der Wirkungsgrad der Gesamtanlage verringert. Als Alternativen zu Wasserkühlsätzen werden deshalb Direktverdampfungssysteme eingesetzt.

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Artikelnummer: cci54365

Kommentare (4):

Wie so oft ist ein Systemvergleich ohne den speziellen Anwendungsfall nicht verallgemeinerungsfähig.
Kaltwassersysteme können auch ohne Wasser-Glykol-Gemisch betrieben werden.
Die Direktverdampfer haben den Nachteil, dass sie in zulufttemperaturgeführten Lüftungsanlagen wegen der niedrigen Luftaustrittstemperaturen eine unnötige, meist ungewollte und kostenträchtige Entfeuchtung der Luft verursachen und keine präzise stetige Zulufttemperaturregelung ermöglichen.
Heiz-/Kühl-VRF-Systeme werden im Heizbetrieb ab ca. 5 °C und niedriger zu einer Elektroheizung.
Der eine Wärmeübertrager des Heiz-/Kühl-VRF-Systems benötigt für eine präzise stetige Zulufttemperaturregelung einen Nachwärmer mit zusätzlichem Regelungsaufwand.
Eine Verschiebung von gebäudeinternen Energien ist auch bei wasserbeaufschlagten Registern mit dem Vorteil möglich, fehlende Energien effizienter einzuspeisen.
Der Einsatz von Kombiwärmeübertrager, Erhitzer und Kühler in Einem ist seit Jahrzehnten in Wassersystemen mit dem Vorteil üblich, wegen der großen Kühlerfläche im Heizfall mit niedrigen Heizmitteltemperaturen betrieben werden zu können.
Die zuletzt genannte Möglichkeit der Kombination beider Systeme ist nur bei speziellen Anwendungsfällen mit beschränkten Leistungen sinnvoll.
Bei der Systembetrachtung sind vielfältige Randbedingungen nicht berücksichtigt, z. B. der Leistungsbereich, der jeweilige Regelungsaufwand, die Betriebssicherheit, die Wartung, der Platzbedarf, der Anspruch an die thermische Behaglichkeit usw.
Til Brandi 02.03.2017
Die VRF-Technologie ist eine gute Alternative, bedarf für die Umsetzung aber einer genauen Betrachtung. Risiken sind z. B. die Regelung einer konstanten (Zu-)Lufttemperatur vor allem in der Übergangszeit, also im Teillastbereich. Schaltet die Anlage spontan genug zwischen Heizen und Kühlen um? Muss entfeuchtet werden? Wenn ja, wie kommt die Zuluft danach wieder auf die gewünschte Temperatur? Kann die zu klimatisierende Räumlichkeit den Temperaturabfall bei der Abtauung vertragen? Auch die "Wärmeverschiebung" funktioniert nur in bestimmten Leistungsbereichen und nicht von 0 bis 100%.
Wolfgang Greiner-Mai 02.03.2017
Vielen Dank an Til Brandi und Wolfgang Greiner-Mai für ihre nützlichen und informativen Ergänzungen.
Rolf Grupp 02.03.2017
Berufsbedingt freue ich mich natürlich über die Darstellung der Vorteile von VRF-Systemen.
Diese jedoch als Systemvergleich zu „verkaufen“ halte ich für schwierig. (oder gab es einen Fehler bei der Darstellung des Vergleichs wodurch der Kaltwasserteil verschwunden ist?)
Beide Systeme haben Ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten, um die optimale Lösung zu finden.
P.S.: "Elektroheizung" möchte ich so nicht stehen lassen. Moderne VRF Systeme haben im Heizbetrieb bei 5°C hervorragende und sogar bei -20 °C noch sehr gute Wirkungsgrade, die ein Vielfaches des eingesetzten Stroms betragen.

Wolfgang Mayrhofer, Swegon (Sparte Komfortklima Fujitsu)
02.03.2017

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