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17. Mai 2017 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl

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Möglichkeit zur Optimierung der Raumlufttechnik in Laboratorien

Ähnlich wie in Kaufhäusern, Lagern und Produktionen kann ein Luftschleier auch in einem Labor zwei unterschiedliche Bereiche unsichtbar voneinander trennen und zusätzlich zu einer Verbesserung der Schutzwirkung von Personen beitragen. Dazu wird im Labor der Luftschleier als Laminardurchlass oberhalb des Laborabzugs befestigt - und diese "Schleier-Taktik" hat gleich mehrere Vorteile.

Ziele und Regeln der Laborlüftung

Demonstrationsraum zur luft- und regelungstechnischen Prüfung von Laborabzügen (Abb. Trox)Demonstrationsraum zur luft- und regelungstechnischen Prüfung von Laborabzügen (Abb. Trox) Durch den Betrieb von raumlufttechnischen Anlagen muss für die in Laboratorien tätigen Personen ein sicheres Arbeiten ohne eine Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe sowie die thermische Behaglichkeit gewährleistet werden. Da für den Laborbetrieb meist große Luftvolumenströme benötigt werden, ist eine optimale Balance zwischen Zulufteinbringung, Abluftabsaugung und der zugehörigen Steuerungs- und Regelungstechnik - auch für eine gute Energieeffizienz - eine komplexe Angelegenheit.

Zur Laborlüftung gibt es zwei wichtige technische Regeln: Die DIN 1946 Teil 7 „Raumlufttechnische Anlagen für Laboratorien“ (2009) und den im Dezember 2016 erschienenen Entwurf der VDI 2051 „Raumlufttechnik – Laboratorien“. Hinzu kommt die Normenreihe DIN EN 14175 „Abzüge“ (2003 bis 2014).

Beim Betrieb von RLT-Anlagen unterscheiden die Normen in physikalische, chemische und biologische Laboratorien. Dazu werden im Hinblick auf die Schadstoff- und Wärmefreisetzung stets eine individuelle Gefährdungsbeurteilung und Definitionen von Schutzzielen gefordert. Darauf basierend müssen die lufttechnischen Systeme (Zuluft, Abluft, Laborabzüge, MSR-Technik) projektiert werden, wobei auch eine hohe Flexibilität der Anlagen gefordert wird: Diese sollen rasch auf veränderte Betriebsbedingungen (Öffnen/Schließen von Laborabzügen, Wärmefreisetzung) reagieren können.

Als Standardvorgaben für Lüftungssysteme empfehlen die Normen Luftvolumenströme von 25 m³/h je m² (Chemikalienlabors 35 m³/h je m²), bei denen über Laborabzüge entnommene Abluftvolumenströme von etwa 400 bis 500 m³/h je m Abzugsbreite zu berücksichtigen sind. Dadurch ergeben sich in vielen Laboratorien hohe Raumluftgeschwindigkeiten mit hoher Turbulenz. Gleichzeitig soll die Untertemperatur der Zuluft zur Raumluft nicht größer als 8 K sein.

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Artikelnummer: cci57255

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