Meinung: Der BIV setzt die richtigen Zeichen für die Zukunft

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Peter Reinhardt (Abb. © cci Dialog GmbH)

1982 gegründet, ist der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), Bonn, noch eine vergleichsweise junge Organisation. Doch das schützt nicht davor, von Zeit zu Zeit die Zeichen für die Zukunft neu setzen zu müssen. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung hat der BIV wegweisende Veränderungen eingeleitet – und dabei die richtige Richtung eingeschlagen, wie ich finde.

Dass der Vorstand nach dem Wiedereintritt der Landesinnung Kälte-Klima-Technik Hessen-Thüringen/Baden-Württemberg (LIK) in den BIV (siehe cci199791) um deren Obermeister Markus Freund erweitert wurde, ist nur folgerichtig. Freund gibt nicht nur den rund 330 Mitgliedern der größten Landesinnung eine Stimme im BIV-Vorstand, mit dem Wiedereintritt wurde auch ein sehr großer weißer Fleck auf der Landkarte geschlossen. Mit Fug und Recht darf sich der BIV nun wieder BUNDESinnungsverband nennen. Freund selbst hat sich den Delegierten als Brückenbauer präsentiert. Das ist die richtige Haltung, um alte Gräben zu überwinden.
Die nächste Vorstandsveränderung steht dem BIV auf der Mitgliederversammlung 2024 bevor. Bundesinnungsmeister Heribert Baumeister will dann nicht mehr zur Wahl antreten und hat schon mit einem Jahr Vorlauf Björn Sielaff als seinen Nachfolger vorgeschlagen (siehe cci203872). Damit wird der zuletzt eingeleitete Generationenwechsel konsequenterweise an der Spitze des Verbandes fortgesetzt. Wenngleich in der Politik schon manch hoch gehandelter Kandidat auf dem langen Weg ins Amt gestolpert ist, halte ich die frühe Klärung dieser wichtigen Personalie für den richtigen Schritt. Selbst erst seit einem Jahr im Vorstand, kann Sielaff bis zur Amtsübernahme noch viel von Baumeister lernen und die Zeit bis zur Wahl nutzen, sein Netzwerk auf- und auszubauen.
Mit der Novellierung des Berufsbildes muss sich Sielaff derweil gleich an einer Herkulesaufgabe beweisen. Bei allem Feuer, mit dem die Meister des Kälteanlagenbauerhandwerks für ihr Gewerk brennen, zwingt die Realität zum Handeln. Zuletzt rückläufige Zahlen bei den Ausbildungsverträgen und mit rund 25 % eine der höchsten Durchfallquoten bei der Gesellenprüfung im Handwerk dürfen nicht ignoriert werden, wenn die aktuellen Herausforderungen bewältig werden sollen, die nicht zuletzt durch die Revision der F-Gase-Verordnung auf die Branche zukommen. Sich dieser Aufgabe „ohne Denkverbote“ zu stellen, wie es Baumeister formuliert hat, sollte daher per sofort (auch) für Sielaff ganz oben auf der Agenda stehen.
Mein Fazit: Die Herausforderungen sind gewaltig, aber der BIV stellt sich diesen und setzt die richtigen Zeichen für die Zukunft.

Ihr Peter Reinhardt
peter.reinhardt@cci-dialog.de

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