Stets zum Jahresanfang veröffentlicht das Umweltbundesamt finale Daten zu Emissionen von Treibhausgasen, die in Deutschland für das Vor-Vor-Jahr ermittelt wurden. Demnach hat Deutschland im Jahr 2024 rund 650 Mio. t Treibhausgase freigesetzt. Dieser Wert entspricht gegenüber 2023 einer Verringerung um 20 Mio. t Treibhausgase beziehungsweise um 3,0 %.
Im Jahr 2024 emittierte Deutschland 20 Mio. t (-3 %) weniger Treibhausgase als 2023. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA), Dessau, am 15. Januar 2026 an die Europäische Kommission übermittelt hat. Insgesamt wurden 2024 in Deutschland rund 650 Mio. t Treibhausgase freigesetzt. Gemäß Klimaschutzgesetz waren für 2024 insgesamt 638 Mio. t erlaubt, es gibt also eine Überschreitung des Grenzwertes. Bis 2023 sollen in Deutschland bis 2030 die gesamten Treibhausgasemissionen auf 440 Mio. t zurückgehen. Für die Emissionen im Jahr 2024 meldet das UBA für die verschiedenen Sektoren folgende Daten.
Energiewirtschaft
Mit einer Minderung um 15 Mio. t CO₂-Äquivalente (-7,4 % gegenüber 2013) auf 190 Mio. t CO2-Äquivalente verzeichnet der Sektor Energiewirtschaft erneut einen starken Rückgang. Ein wesentlicher Grund hierfür war laut UBA die deutlich gesunkene Stromerzeugung aus Stein- und Braunkohle. Der Rückgang der Kohleverstromung wurde insbesondere durch den weiteren Ausbau der regenerativen Energien ausgeglichen, die 2024 den größten Anteil an der Stromerzeugung hatten.
Industrie
In der Industrie blieben die Emissionen wie 2023 bei 150 Mio. t CO2-Äquivalenten. Dabei wurden laut UBA Emissionssteigerungen infolge einer wirtschaftlichen Erholung in der chemischen Industrie und der Eisen-Stahl-Industrie durch Emissionsrückgänge in der Baustoffindustrie ausgeglichen.
Gebäude
Im Gebäudesektor gingen die Emissionen um 2,4 Mio. t auf rund 100 Mio. t CO₂-Äquivalente (- 2,3 %) zurück. Dazu erläutert das UBA, dass insbesondere die milderen Witterungsbedingungen im Vergleich zum Vorjahr als emissionssenkender Treiber gewirkt haben. 2024 wurden zwar deutlich weniger neue Wärmepumpen installiert als im Rekordjahr 2023. Durch die erfolgten Neuinstallationen ist der Bestand im Vergleich zum Vorjahr dennoch um etwa 10 % gestiegen. Zusammen mit den tiefengeothermischen Anlagen wurden 2024 laut UBA insgesamt 14 % mehr Wärme aus Geothermie und Umweltwärme gewonnen als im Vorjahr.
Verkehr
Mit einem Rückgang um 0,2 % auf 144 Mio. t CO₂-Äquivalente blieben die Emissionen des Verkehrssektors 2024 nahezu unverändert. Den größten Anteil an der Emissionsminderung hatte zwar der Straßenverkehr, absolut fällt sein Beitrag zur Minderung aber weiterhin zu gering aus.
Landwirtschaft
In der Landwirtschaft wiederum gingen die Treibhausgasemissionen um etwa 2 Mio. t auf 61 Mio. t CO₂-Äquivalente zurück. Die Emissionen sanken vor allem durch geringere Emissionen aus landwirtschaftlichen Böden und einem geringeren Einsatz von Düngemitteln.
Emissionen nach Treibhausgasen
Mit 88,3 % dominierte auch 2024 CO2 die Treibhausgasemissionen. Die übrigen Emissionen verteilen sich insbesondere auf Methan (CH4) mit 6,8 %, Distickstoffmonoxid (N2O) mit 3,5 % und F-Gase (inklusive Kältemittel) mit 1,4 %.
Weitere Informationen zu Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 stehen auf der UBA-Website.
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