Netzdienlichkeit: Gemeinsamkeiten von Wärmepumpen und E-Autos

(Abb. © BDH/VDA)
BDH und VDA haben gemeinsam das Positionspapier „Steuerbare Verbrauchseinrichtungen im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft“ herausgebracht. (Abb. © BDH/VDA)

In Sachen Netzdienlichkeit hat sich der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), Köln, mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA), Berlin, zusammengetan und ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin werden Rahmenbedingungen und Maßnahmen beschrieben, die notwendig sind, damit Wärmepumpen und E-Fahrzeuge zu einer bezahlbaren Stromversorgung und zugleich zur Netzstabilität beitragen.

„Wärmepumpen und E-Fahrzeuge haben eins gemeinsam“, schreiben die beiden Verbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung: Sie seien als steuerbare Verbrauchseinrichtungen wichtige Stützen in einem klimaneutralen Energiesystem der Zukunft. Damit sie zur Entlastung der Stromnetze möglichst flexibel eingesetzt werden, müsse es für Verbraucher attraktiv werden, systemdienliche Flexibilitäten anzubieten. „Grundlage hierfür müssen attraktive Marktprozesse sein, die Bürger mitnehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung zu dem Positionspapier. Denn das intelligente Laden von Elektroautos und der Einsatz von Wärmepumpen böte Verbrauchern die Möglichkeit, dann Energie zu beziehen, wenn viel regenerativer Strom im Netz verfügbar ist. Werden diese Flexibilitätsoption genutzt, stabilisierten Verbraucher das Gesamtsystem und sorgten zugleich dafür, dass mehr klimafreundlicher Strom eingesetzt werde – beides wesentliche Faktoren für das Gelingen der Energiewende.
Wechselbeziehungen im neuen Energiesystem sind aber komplex und es gibt noch regulatorische Hürden, auch bei der netzdienlichen Steuerung nach §14a EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) zur Stabilisierung der Stromnetze. Um die richtigen Mechanismen im Massenmarkt zu etablieren, bedarf es der Zusammenarbeit aller Akteure. Zielführend erscheint dabei der branchenübergreifende Austausch, wie er auch auf der ISH 2023 gepflegt wurde. Dort haben BDH und VDA mit Vertretern von Netzbetreibern, Politikberatung und Standardisierung über das Konzept der Bundesnetzagentur zur Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, kritische Punkte und mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Inklusive Titelblatt und Rückseite mit bibliographischen Angaben zählt das Positionspapier fünf Seiten. Den Schwerpunkt bildet Kapitel 5 „Systemdienliche Nutzung von Flexibilitäten“ mit fünf Unterpunkten. In Kapitel 6 sprechen BDH und VDA abschließend Handlungsempfehlungen aus.
Das Positionspapier steht unter „Anhänge“ und kann als pdf-Datei heruntergeladen werden.

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