Die „Heat Pump Accelerator Platform“ der EU-Kommission hat ein Positionspapier zu Kostensenkungsmöglichkeiten für Wärmepumpen veröffentlicht. Die Plattform bringt über 80 Interessengruppen zusammen, um Verfahren auszutauschen und Herausforderungen bei der Markteinführung von Wärmepumpen anzugehen.
Die Europäische Kommission hat mit ihrer „Heat Pump Accelerator Platform“ ein erstes Positionspapier zu Kostensenkungsmöglichkeiten für Wärmepumpen vorgelegt. Das 16-seitige Dokument ist hier abrufbar. Es bündelt die Erkenntnisse von mehr als 80 Interessengruppen, die sich mit dem Austausch von Verfahren und der Bewältigung von Herausforderungen bei der Einführung von Wärmepumpen befassen. Das Positionspapier identifiziert zentrale Ansatzpunkte, um die Kosten für Wärmepumpen zu senken. Dazu zählen insbesondere Anpassungen der Fiskalgesetze, die eine steuerliche Entlastung für Verbraucher und Unternehmen ermöglichen könnten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Technologieleistung, etwa durch effizientere Systeme. Zudem wird die Bedeutung einer zunehmenden Marktkonkurrenz betont, die durch den Eintritt neuer Hersteller und die Standardisierung von Komponenten zu sinkenden Preisen führen soll.
Die Optimierung der Installation von Wärmepumpen spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Hier werden vereinfachte und beschleunigte Installationsprozesse sowie eine bessere Qualifikation von Fachkräften als entscheidend genannt. Darüber hinaus hebt das Papier die Notwendigkeit einer abgestimmten EU-Politik hervor, die klare Rahmenbedingungen für die Branche schafft und Investitionen fördert. Weitere zentrale Punkte sind die Integration von Wärmepumpen in bestehende Energiesysteme sowie Optimierung der Finanzierung und Subventionen für Wärmepumpen.
Erst Ende Oktober vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission einen 2023 initiierten Aktionsplan für Wärmepumpen gestrichen (siehe cci308227). Der „Heat Pump Action Plan“ sollte zentrale Maßnahmen zur Förderung von Wärmepumpen in Europa enthalten – darunter vereinfachte Genehmigungsverfahren, gezielte Förderprogramme und eine bessere Ausbildung von Fachkräften. Anstelle eines eigenständigen Plans hatte die EU-Kommission schließlich angekündigt, relevante Inhalte in andere europäische „Strategien“ wie die EU Heating and Cooling Strategy und den Electrification Action Plan überführen zu wollen.
cci314744
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